KANTON URI: Wolf wird auf Alp Surenen gesichtet

Der Mitte Juli von der Sicherheitsdirektion des Kantons Uri zum Abschuss freigegebene Wolf hat vom vergangenen Donnerstag- bis am Samstagabend im Gebiet Surenen-Blackenalp erneut drei bis vier Schafe gerissen.

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Der Wolf hat auf der Alp Surenen-Blackenalp drei bis vier Schafe gerissen (Symbolbild) (Archivbild Romano Cuonz)

Der Wolf hat auf der Alp Surenen-Blackenalp drei bis vier Schafe gerissen (Symbolbild) (Archivbild Romano Cuonz)

Dies hielt der Vorsteher des Amts für Forst und Jagd, Beat Annen, am Montag auf Anfrage unserer Zeitung gegenüber fest. Es handelte sich dabei um Tiere, die noch nicht ins neu umzäunte Gebiet hatten getrieben werden können. Annen bestätigte auch Informationen, wonach der Wolf im Gebiet Surenen-Blackenalp von der Wildhut und deren Helfern gesichtet worden ist. «Die Distanz war allerdings zu gross, um das Tier zu erlegen», erklärte der Amtsvorsteher weiter. «Zudem behinderte der teilweise dichte Nebel in den vergangenen Nächten die Arbeit der Wildhut.

Insgesamt rund 50 Schafe

Der zum Abschuss freigegebene Wolf hat in Gurtnellen und Erstfeld innerhalb eines Monats 25 Schafe gerissen und 2 verletzt. Die für den Abschuss notwendige Schadenschwelle wurde damit erreicht, und die gezählten Risse traten in einem Gebiet auf, das zuvor noch nicht vom Wolf betroffen war. Seit Mitte Mai sind dem (vermutlich gleichen) Raubtier allein im Kanton Uri rund 50 Schafe zum Opfer gefallen. Die Abschussbewilligung gilt bis Mitte September. Den Wolf erlegen dürfen nur zehn kantonale Wildhüter sowie 20 bis 30 ausgewählte Jäger.

Keine Bärenspuren mehr

Keine weitere Spur gibt es hingegen vom Bären, der im Kanton Uri unterwegs war. Die letzte Beobachtung wurde Mitte Juli im Gebiet Seewlisee in der Gemeinde Silenen gemacht. «Seither haben wir keine neuen Anhaltspunkte mehr erhalten», sagte Annen am Montag.

Bruno Arnold