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KANTON: Urner Bergwelt immer im Fokus

Im Urner Bergkalender zeigt Bergfotograf Kurt Baumann Monat für Monat, welche Schönheiten der Kanton Uri bietet. Auch 2018 bringt er unbekannte und majestätische Bilder in die Urner Stuben.
Angel Sanchez
Das Titelbild des Kalenders «Urner Alpen 2018» zeigt den Sonnenaufgang beim Sustenhorn. (Bild: Kurt Baumann (Sustenhorn, 2017))

Das Titelbild des Kalenders «Urner Alpen 2018» zeigt den Sonnenaufgang beim Sustenhorn. (Bild: Kurt Baumann (Sustenhorn, 2017))

Angel Sanchez

redaktion@urnerzeitung.ch

Uri, der kleine Bergkanton, bietet viele wundervolle Landschaften: eisige Gletscher, wildromantische Täler, schroffe Gipfel und türkisblaue Seen. Einer, der die Schönheiten bestens kennt, ist Kurt Baumann. Der unermüdliche Urner Bergfotograf lichtet seit Jahrzehnten die schönsten Seiten des Kantons Uri ab.

Eine Auswahl seiner besten Bilder zeigt Kurt Baumann wiederum in seinem neusten Kalender für das Jahr 2018. «Urner Alpen 2018» versammelt dreizehn aktuelle, grossformatige und qualitativ hochwertig produzierte Fotos.

Nachts auf das Sustenhorn geklettert

Wer die alpinen Schönheiten mit eigenen Augen sehen will, muss dafür manchmal leiden oder – wie Kurt Baumann sagt – «den inneren Schweinehund überwinden». Was das bedeutet, zeigt die Geschichte zum diesjährigen Titelbild des Kalenders. Für die spektakuläre Aufnahme des Sustenhorns bei Sonnenaufgang hat Kurt Baumann eine verrückte Tour vorbereitet. Er hat den 3503 Meter hohen Berg komplett nachts bestiegen, damit er rechtzeitig mit den ersten Sonnenstrahlen auf dem Gipfel stand. Um 22 Uhr ging’s los, zuerst mit dem Auto über den Brünig zum Steingletscher beim Sustenpass. In der Nacht zuvor hatte es geschneit, und der Bergfotograf musste gut planen, damit die Strasse auch tatsächlich freigefräst war. Vom Steingletscher ist Baumann ab Mitternacht mit zwei Kollegen rund fünf Stunden und 2000 Höhenmeter durchmarschiert. Der Aufstieg durch die stockfinstere Nacht wurde nur durch den Schein seiner Stirnlampe erhellt. Natürlich wurde in dieser Nacht nicht geschlafen. Der eisige Wind liess die gefühlte Temperatur auf minus 30 Grad fallen. All dies für das Ziel, das Sustenhorn bei Sonnenaufgang zu fotografieren. «Ich will aussergewöhnliche Orte und Perspektiven zeigen, die man so nicht kennt», sagt Baumann. Das Resultat: eine Landschaftsfotografie, deren Ursprung man eher in Grönland oder Alaska vermuten würde statt im Kanton Uri.

Kurt Baumann schafft es aber auch, aus einem viel fotografierten Sujet etwas Besonderes zu machen. Das zeigt zum Beispiel das Kalenderbild des Monats Mai, aufgenommen auf dem Weg ins Isental. Von der Aussichtsplattform beim «Chäppäli-Cheer» haben schon Hunderte den Urnersee fotografiert. Baumann aber wartete dank seiner Erfahrung und seines Wissens auf den richtigen Moment. «Ich wusste, dass ein Wetterumschwung bevorsteht. Der Föhn und die Bise kämpften über dem See gegeneinander. In solchen Situationen kommt es häufig zu besonderen Lichtstimmungen», erklärt der Fotograf. Und tatsächlich: Der Himmel über dem Rophaien erstrahlt in einem kräftigen Rot, als ob die Wolken brennen würden. «Das Bild wurde nicht manipuliert!», versichert Baumann.

Jagd nach dem weissen Schatz

Dank seiner Hartnäckigkeit gelingen Kurt Baumann immer wieder faszinierende Aufnahmen, zum Beispiel jene eines Sträusschens Edelweiss vor einer imposanten Bergkulisse. Nun ist wichtig, zu wissen, dass das Edelweiss in Uri rar ist. Auch fleissige Berggänger bekommen dieses Blümchen nur sehr selten zu Gesicht. Bergfotograf Baumann musste zuerst lange recherchieren, bis er wusste, wo er die schneeweiss-filzige Pflanze überhaupt finden könnte. Die Details zu seiner Suche will er nicht verraten, denn das Edelweiss ist immer noch eine geschützte Pflanzenart. Als er endlich fündig geworden war – (so viel sei gesagt: an einer sehr exponierten Stelle hoch über dem Urnerboden) –, musste er an vier Tagen zum Pflänzlein hochsteigen, bis das Bild endlich stimmte. «Insgesamt habe ich mehr als vier Wochen in die Edelweiss­bilder investiert», erzählt Baumann. Jetzt ziert das Edelweiss den Monat August.

Über die heimische Natur staunen

Für die Umsetzung der in seinem Kopf gereiften Fotoideen ist der in Attinghausen wohnhafte Familienvater viel und oft unterwegs. Das Erstaunliche ist: Jedes Jahr gelingt es Kurt Baumann aufs Neue, die Urner Alpen neu zu entdecken. Dank der ausführlichen Beschreibungen und Tipps, die er zu seinen eindrücklichen Bildern im Kalender verfasst, können Naturinteressierte noch einiges über den Kanton lernen. «Ich hoffe, ich kann mit meinen Bildern dazu beitragen, dass wir mit offenen Augen über die Urner Natur staunen können», erklärt der begnadete Fotograf.

Hinweis

Kurt Baumanns Fotokalender 2018 ist ab sofort an folgenden Orten erhältlich: Montanara Bergerlebnisse (info@montanara.ch, www.montanara.ch, Telefon 041 878 12 59), Bido AG in Altdorf, Manor in Schattdorf, McPaperland im «Urnertor» in Bürglen, Herger Sport in Schattdorf, Imholz Sport in Bürglen, Velo Infanger in Erstfeld, «Carpe Diem» sowie «Alpenflair» in Andermatt.

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