KANTON: Urner Polizeikommandant verlässt den Kanton

Der Urner Polizeikommandant Reto Habermacher nimmt eine neue Herausforderung an. Der 61-Jährige wird neuer Direktor des Schweizerischen Polizei-Instituts (SPI) in Neuenburg. Zudem wird bekannt, dass Hanspeter Uster sein Mandat im Fall Walker niederlegt.

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Reto Habermacher verlässt den Kanton Uri.

Reto Habermacher verlässt den Kanton Uri.

Seit 21 Jahren steht Reto Habermacher der Kantonspolizei Uri als Kommandant vor. Er wird nun in die Westschweiz berufen. Der Stiftungsrat des SPI hat am Mittwoch den 61-Jährigen zum neuen Direktor ernannt.

Reto Habermacher tritt per 1. Oktober 2016 die Nachfolge von Pius Valier an. Als Direktor des SPI ist Reto Habermacher verantwortlich für die Grundausbildung und die Weiterbildung der Polizisten in der Schweiz.

Regierung bedauert Weggang

«Der Urner Regierungsrat bedauert es ausserordentlich, Reto Habermacher als erfahrenen und kompetenten Polizeikommandanten zu verlieren», wie die Standeskanzlei mitteilt. Die Regierung habe jedoch Verständnis dafür, dass Reto Habermacher die Chance für eine berufliche Neuorientierung wahrnehmen möchte.

Der Regierungsrat wird die Stelle des Urner Polizeikommandanten in den nächsten Wochen öffentlich ausschreiben und damit den Prozess für die Neubesetzung in die Wege leiten.

Uster legt Mandat nieder

Dem SPI steht ein Stiftungsrat vor, der vom ehemaligen Zuger Regierungsrat Hanspeter Uster präsidiert wird. Hanspeter Uster wurde im vergangenen Frühling von der Urner Regierung beauftragt, die Umstände des Entscheides der Kantonspolizei Uri im Januar 2010 im Fall Ignaz Walker als neutraler Begutachter abzuklären.

Hanspeter Uster teilt mit, dass er dieses Mandat nach der Wahl von Reto Habermacher zum neuen SPI-Direktor nicht mehr weiterführen kann. Der Regierungsrat hat den Auftrag an Hanspeter Uster anfangs September 2015 sistiert, bis das laufende Strafverfahren gegen Ignza Walker rechtskräftig abgeschlossen ist.

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pd/rem