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KANTON: Wanderer besichtigen neue Plattform

Der Gottardo-Wanderweg ist um fast einen Drittel verlängert worden. Auch der Urner Extremsportler Dani Arnold zeigte sich an der offiziellen Eröffnung begeistert.
Urs Hanhart
Die Aussichts­plattform ist auf einem breiten Wanderweg erreichbar. (Bild Urs Hanhart)

Die Aussichts­plattform ist auf einem breiten Wanderweg erreichbar. (Bild Urs Hanhart)

Urs Hanhart

Am Samstag herrschte nicht gerade ideales Wanderwetter. Es war relativ kühl, und zwischendurch gingen immer wieder Schauer nieder. Trotzdem versammelten sich um die Mittagszeit rund 30 «hartgesottene» Wanderer beim Bahnhof Altdorf, um gemeinsam mit Extrembergsteiger Dani Arnold das neue Teilstück des Gottardo-Wanderwegs in Angriff zu nehmen. Dieses führt von Altdorf via Attinghausen bis nach Erstfeld über eine Distanz von 7,65 Kilometer. Allerdings bewältigten die Teilnehmer nicht die gesamte Strecke.

Der Zielpunkt befand sich in Ripshausen, nördlich von Erstfeld. Dort thront rund 50 Meter über dem Talboden eine neu errichtete Aussichtsplattform, das eigentliche Kernelement des neuen Abschnitts. Zu erreichen ist sie über einen gut ausgebauten Weg, der unmittelbar neben der Talstation der Seilbahn Bocki beginnt und sich von dort nach oben schlängelt. Bei dieser Plattform ging die offizielle Eröffnungsfeier für das neue Wanderwegteilstück über die Bühne, organisiert vom Verein Gottardo-Wanderweg, der von Nicolas Wyrsch, Gurtnellen, präsidiert wird.

Auf über 30 Kilometer verlängert

Zusammen mit dem 2007 zum 125-jährigen Bestehen der Bergstrecke eröffneten Abschnitt ist der Gottardo-Wanderweg im Kanton Uri nun über 30 Kilometer lang. Er erstreckt sich jetzt von Altdorf bis Göschenen. Die Idee zur Verlängerung kam von Max Rothenfluh und Ruedi Müller. «Wir wollten im Jahr der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels auch eine neue Attraktion bieten. Deshalb haben wir dieses Projekt umgesetzt», erklärte Wyrsch. «Neben dem Blick in die Vergangenheit der Bahngeschichte im oberen Kantonsteil können die Wanderer im unteren Kantonsteil nun die Gegenwart und die Zukunft der Verkehrsträger erleben.» Zwischen dem Bahnhof Erstfeld und der Gotthard­raststätte gibt es viel zu entdecken. Mit Infotafeln thematisiert werden auf der Plattform der Gotthard-Basistunnel, dessen Nordportal sich auf der gegenüberliegenden Talseite befindet, das Schwerverkehrszentrum Uri und die Basis der Rega. Vom markanten Aussichtspunkt sieht man aber nicht nur diese drei bedeutenden Bauwerke, sondern man kann auch die Reussebene sehr gut überblicken. In die Verlängerung des Weges hat der Verein Gottardo-Wanderweg mehr als 120 000 Franken investiert. Finanziert wurde das Ganze mit Sponsorengeldern und Beiträgen der öffentlichen Hand. Zudem halfen auch Zivilschützer bei der Realisierung mit.

Wanderguide Dani Arnold stand am Samstag erstmals auf der neuen Aussichtsplattform. Er zeigte sich begeistert. «Diese Plattform gefällt mir sehr gut. Sie ist dezent und passt sich gut in die Landschaft ein», sagte Arnold. Die Aussicht sei wirklich eindrücklich. «Man sieht über den gesamten Talboden. Sehr gut gemacht ist auch der Weg zur Plattform. Dieser ist fast für jedermann problemlos begehbar.» Bisher ist der Gottardo-Wanderweg von rund 8000 Personen pro Jahr begangen worden. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass dank der Erweiterung noch deutlich mehr Wanderlustige ins Urnerland gelockt werden.

Vielfalt am Energiestadtfest

Gleich im Anschluss an die Einweihung der Plattform durch Pfarrer Viktor Hürlimann ging in Ripshausen das diesjährige Energiestadtfest der Gemeinde Erstfeld über die Bühne. Geboten wurde ein abwechslungsreiches Programm, das unter anderem Führungen durch das Schwerverkehrszentrum sowie die nahe gelegene Pilzzucht und diverse musikalische Einlagen beinhaltete. Die Besucher hatten auch Gelegenheit, einem spannenden Vortrag von Dani Arnold beizuwohnen.

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