KANTONALE ABSTIMMUNG UR: Uri: Ja zu neuer Umfahrungsstrasse im Talboden

Eine neue Strasse soll ab 2021 die Dörfer im Urner Talboden vom hausgemachten Verkehr von und zur Autobahn entlasten. Der Souverän hat am Sonntag das 19,8 Millionen Franken teure Projekt mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 52,7 Prozent genehmigt.

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Das untere Reusstal in Uri soll mit einer neuen Strasse entlastet werden. (Archivbild) (Bild: Kari Kempf)

Das untere Reusstal in Uri soll mit einer neuen Strasse entlastet werden. (Archivbild) (Bild: Kari Kempf)

Der 1,3 Kilometer langen West-Ost-Strassenverbindung stimmten 7844 Personen zu, 7029 lehnten sie ab. Die Stimmbeteiligung lag bei 58,4 Prozent.

Die neue Strasse soll die Dörfer im unteren Reusstal, wo 80 Prozent der Urner Bevölkerung leben und 85 Prozent der Urner Arbeitsplätze angesiedelt sind, entlasten. Dafür soll der Bund nun zwischen den beiden A2-Zufahrten in Flüelen und Erstfeld bei Attinghausen einen Halbanschluss realisieren. Der Kanton wird dann von dort eine neue West-Ost-Verbindung zur Gotthardstrasse bei Schattdorf bauen.

Somit erhält die Bevölkerung ab 2021 ein neue und direkte Verbindung zur Autobahn, der bisherige Weg durch die Siedlungen entfällt.

Auf der Gotthardstrasse bewegt sich oft eine Blechlawine, die in Altdorf mit 16'000 Fahrzeugen täglich fast die Ausmasse derjenigen durch den Gottahrdtunnel mit 17'500 Fahrzeugen erreicht. Das Verkehrsproblem im Talboden ist laut Regierung hauptsächlich hausgemacht.

Die Urnerinnen und Urner genehmigten weiter mit 9635 Ja-Stimmen gegen 3460 Nein-Stimmen die Teilrevision des Steuergesetzes. Darin geht es um Anpassungen an das Bundesrecht, etwa bei der Pauschalbesteuerung, der Besteuerung von Lotteriegewinnen, des Feuerwehrsoldes oder Mitarbeiterbeteiligung. (sda)