Kantonale Trachtenvereinigung
Jolanda Briker ist neue Tanzleiterin der Urner

Nach elf Jahren gibt es einen Wechsel in der Kantonalen Tanzleitung zu verzeichnen. Für die Urner Trachten verlief das Coronajahr sehr ruhig.

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(pd/lur)

Mehr als ein Jahr keine Tanz-, keine Chor-, keine Theaterproben und keine Tracht. Die Urner Trachtenleute blicken aufgrund der Coronapandemie auf ein gezwungenermassen sehr ruhiges Jahr zurück. «Die Planung des Vereinslebens im vergangenen Jahr stand und steht bis heute unter dem Motto: verschieben, Konzept erstellen, absagen», hält Präsident Ruedi Brand in seinem Jahresbericht fest. Dies betraf unter anderem Anlässe wie das Zürcher Sechseläuten, den Trachtentag Ballenberg, den Urschweizer Trachtentag in Beckenried oder die Schweizerische Delegiertenversammlung. Im Sommer 2020 war man zunächst eher wieder optimistisch gestimmt und die Kantonale Trachtenvereinigung nahm gemeinsam mit dem Theater Uri ein spannendes Projekt in Angriff, das im Herbst jedoch wieder aufgrund der Coronasituation, noch bevor es starten konnte, abgesagt werden musste. Das Tanzleiterpaar, aber auch die Vertreterin der Innerschweizer Kommission Kinder und Jugend sowie die Trachtenkommissionspräsidentin blickten ebenfalls auf ein Jahr zurück, in dem das Brauchtum und Vereinsleben zum Erliegen kamen.

Von links: Kantonalpräsident Ruedi Brand, die abtretende Tanzleiterin Irene Gisler, die neue Tanzleiterin Jolanda Briker und der abtretende Tanzleiter Markus Briker.

Von links: Kantonalpräsident Ruedi Brand, die abtretende Tanzleiterin Irene Gisler, die neue Tanzleiterin Jolanda Briker und der abtretende Tanzleiter Markus Briker.

Bild: PD

An der Delegiertenversammlung, die auch in diesem Jahr auf dem schriftlichen Weg abgehalten werden musste, konnte Kassier Roger Furrer eine ausgeglichene Rechnung präsentieren. Im vergangenen Jahr hat der Kanton Uri sich mit dem Vorstand der Kantonalen Trachtenvereinigung getroffen, um den jährlichen Kantonsbeitrag zu besprechen. Zum grossen Erfreuen der Trachtenvereinigung hat sich der Kanton bereit erklärt, das Urner Brauchtum mit einer Beitragserhöhung auch künftig zu unterstützen. «Das ist ein tolles Zeichen des Kantons und zeigt, dass der Fortbestand des Urner Trachtenwesens im Interesse der Urnerinnen und Urner liegt», hält Kantonalpräsident Brand fest. Sowohl die Rechnung als auch das Budget und die Jahresberichte wurden anlässlich der schriftlich geführten Versammlung von allen knapp 300 Mitgliedern, in Vertretung ihrer Gruppen, gutgeheissen.

Tanzleiterpaar tritt nach elf Jahren ab

Im Kantonalvorstand hat es ausserdem einen Wechsel gegeben. Jolanda Briker hat bereits das vergangene Jahr zusammen mit den Tanzleitern Irene Gisler und Markus Briker bestritten und wurde nun an der diesjährigen Versammlung offiziell zur Nachfolgerin des Tanzleiterpaars gewählt. Irene Gisler und Markus Briker hatten ihr Amt während elf Jahren mit viel Engagement und Herzblut ausgeführt. Ihnen gelang es, die Mitglieder für spannende Projekte zu motivieren und sie machten sich regional wie auch überregional für das Urner Trachtenwesen stark. «Die Arbeit von Markus Briker und Irene Gisler hat unsere Vereinigung nachhaltig geprägt. Sie waren in der Lage, die Leute mitzureissen und brachten viel Schwung in unseren Verband», betont der Kantonalpräsident, der sich sehr erleichtert zeigt, in der Person von Jolanda Briker eine ebenso motivierte und engagierte Nachfolgerin gefunden zu haben.

«Ich wünsche der Neugewählten viel Erfolg und ich bin mir sicher, dass sie tolle Ideen einbringen wird», so Ruedi Brand. «Gerade jetzt in dieser Zeit, in der wir nicht wissen, wann und wo wir wieder tanzen dürfen, braucht es viel Mut für Neues und für Veränderungen», heisst es im Jahresbericht der Kantonaltanzleitung. «Wir wünschen Jolanda Briker, dem Kantonalvorstand und allen Mitgliedern der Trachtenvereinigung Uri diesen Mut, etwas zu wagen und auszuprobieren.» Nach diesem aussergewöhnlichen Verbandsjahr hofft der Kantonalpräsident der Urner Trachten, dass das Vereinsleben bald wieder hochgefahren und so das Brauchtum weitergepflegt werden kann: «Wenn es so weit ist, ist es enorm wichtig, dass alle wieder aktiv mitmachen und so zum Weiterbestehen der Vereine und des Brauchtums beitragen.»