Kantonspolizei Uri deckt umfangreichen Drogenhandel auf

Im Zuge mehrmonatiger Ermittlungen ist es der Kantonspolizei Uri gelungen, in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Uri einen umfangreichen Drogenhandel aufzudecken. 8 Kilogramm Betäubungsmittel (Marktwert 290'000 Franken) und 80’000 Franken Bargeld wurden sichergestellt. Es wurden mehrere Personen festgenommen.

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Die Polizei hat eine riesige Menge Bargeld und Betäubungsmittel sichergestellt. (Bild: Kantonspolizei Uri)

Die Polizei hat eine riesige Menge Bargeld und Betäubungsmittel sichergestellt. (Bild: Kantonspolizei Uri)

(pd/pz) Gegen einen 41-jährigen im Kanton Uri wohnhaften Schweizer wurden über Monate umfangreiche Ermittlungen getätigt, weil dieser verdächtigt wird, Betäubungsmittel im grösseren Stil veräussert zu haben. Gestützt darauf erfolgten im Januar 2019 mehrere Hausdurchsuchungen in den Kantonen Uri und Luzern. Es kam zu vier Inhaftierungen, der Sicherstellung mehrerer Kilogramm Betäubungsmittel und eines hohen Bargeldbetrags. Dies schreibt die Kantonspolizei Uri am Freitagmorgen in einer Mitteilung.

«Bei weiterführenden Ermittlungen gelang es, drei weitere Personen zu verhaften, die im Verdacht stehen, in diesen Drogenhandel involviert zu sein», schreibt die Kapo Uri. Im Verlauf der Aktion fanden zusätzliche Hausdurchsuchungen in den Kantonen Nidwalden, St. Gallen und Aargau statt. Dabei stellte die Polizei Betäubungsmittel im Wert von rund 40'000 Schweizer Franken sicher.

Betäubungsmittel haben Wert von 290’000 Franken

Insgesamt kam es bei dieser Aktion zur Inhaftierung von sieben Personen, zehn Hausdurchsuchungen, fünf davon im Kanton Uri, und der Sicherstellung von rund acht Kilogramm Betäubungsmitteln (rund 1 Kilogramm Kokain, zirka 5 Kilogramm Amphetamin/«Speed», mehrere hundert Stück 2C-B, Ecstasy und LSD sowie rund 2 Kilogramm Marihuana). Die sichergestellten Betäubungsmittel haben einen Marktwert von zirka  290’000 Franken.

Hauptbeschuldigter veräusserte Drogen mehrheitlich im Kanton Uri

Der Hauptbeschuldigte 41-jährige Schweizer wurde laut der Kapo Uri nach einer sechsmonatigen Untersuchungshaft wieder entlassen. Er wird beschuldigt, seit längerer Zeit an seinem Wohnort gewerbsmässigen Drogenhandel betrieben zu haben. Gemäss ersten Erkenntnissen veräusserte er die Drogen mehrheitlich im Kanton Uri. Ebenfalls wird er sich wegen Geldwäscherei sowie mehrfacher Urkundenfälschung zu verantworten haben. Acht weiteren Personen wird unter anderem der Handel mit Betäubungsmitteln, Mittäterschaft / Beihilfe zum Handel mit Betäubungsmitteln sowie Vermitteln von Betäubungsmitteln zur Last gelegt. Alle beschuldigten Personen müssen sich wegen qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz bei den zuständigen Staatsanwaltschaften verantworten. Aktuell befinden sich noch zwei Personen in Untersuchungshaft und eine Person im vorzeitigen Strafvollzug. Bei einer weiteren Person wurde Untersuchungshaft beantragt.

Die Ermittlungen erfolgten in enger Zusammenarbeit zwischen der Staatsanwaltschaft St. Gallen, der Kantonspolizei St. Gallen sowie der Staatsanwaltschaft Uri und der Kantonspolizei Uri. Ebenfalls involviert waren Einsatzkräfte aus den Kantonen Zürich, Luzern, Zug, Ob- und Nidwalden und des Grenzwachtkorps.