Kantonsstrasse nach Andermatt wieder offen

Um 15.30 Uhr wurde die Kantonsstrasse nach Andermatt wieder geöffnet – die Lawinengefahr in der Schöllenenschlucht gebannt. Ein Ende des Schneefalls ist jedoch noch nicht absehbar.

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Die Situation in der Schöllenenschlucht entspannt sich allmählich. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Die Situation in der Schöllenenschlucht entspannt sich allmählich. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Die Verkehrssituation in den Alpen hat sich am Samstag allmählich entspannt. Andermatt ist seit dem Nachmittag wieder per Zug und Auto erreichbar. Doch: Die Ausläufer des Sturms «Andrea» bringen am Wochenende nochmals viel Schnee.

Die Kantonsstrasse nach Andermatt wurde um 15.30 Uhr wieder geöffnet, wie ein Sprecher der Kantonspolizei Uri auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. An der heiklen Stelle bei der Schöllenenschlucht sei die Lawinengefahr gebannt. Am Freitag war die Strasse wegen des vielen Schnees gesperrt worden.

Auch wir haben viel Schnee und sind nach wie vor abgeschnitten. Das Bild wurde in Realp aufgenommen. (Bild: Heidi Nager)
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Nur die gute Laune verlieren wir deswegen noch lange nicht. (Bild: Heidi Nager)
Meterhoch liegt der Schnee auch im Gebiet der Schratteflue! (Bild: Stephan Rubi)
Andermatt am Freitagnachmittag. (Bild: Leserin Sabine Walker)
Keine Autos sondern Skifahrer auf der Strasse. (Bild: Leserin Sabine Walker)
Andermatt am Freitagnachmittag. (Bild: Leserin Sabine Walker)
Zugeschneit präsentiert sich Andermatt am Freitagnachmittag. (Bild: Leserin Sabine Walker)
Andermatt am Freitagnachmittag. (Bild: Leserin Sabine Walker)
Andermatt am Freitagnachmittag. (Bild: Leserin Sabine Walker)
Andermatt am Freitagnachmittag. Ob sich ein Auto darunter versteckt? (Bild: Leserin Sabine Walker)
Das abgeschnittene Husen im Meiental am Freitag. (Bild: Leser Peter Lienert)
Das abgeschnittene Husen im Meiental am Freitag. (Bild: Leser Peter Lienert)
Das abgeschnittene Husen im Meiental am Freitag. (Bild: Leser Peter Lienert)
Das abgeschnittene Husen im Meiental am Freitag. (Bild: Leser Peter Lienert)
Das abgeschnittene Husen im Meiental am Freitag. (Bild: Leser Peter Lienert)
Das abgeschnittene Husen im Meiental am Freitag. (Bild: Leser Peter Lienert)
Das abgeschnittene Husen im Meiental am Freitag. (Bild: Leser Peter Lienert)
Das abgeschnittene Husen im Meiental am Freitag. (Bild: Leser Peter Lienert)
Das abgeschnittene Husen im Meiental am Freitag. (Bild: Leser Peter Lienert)
Die Strasse von Göschenen nach Andermatt ist gesperrt. (Bild: Keystone)
Schneeräumung in Göschenen. (Bild: Keystone)
Alles geschlossen. (Bild: Keystone)
Eine Haustüre in Göschenen - zugeschneit. (Bild: Keystone)
Ein Hausbesitzer schaufelt in Göschenen den Weg frei. (Bild: Keystone)
Die Strasse wird in Göschenen zur Skipiste. (Bild: Keystone)
Blick von Göschenen Richtung Schöllenenschlucht, links die gesperrte Strasse Richtung Andermatt, im Vordergrund die alte Strasse. (Bild: Keystone)
Mehrere Strasse (hier die Kantonsstrasse) sind gesperrt. (Bild: Keystone)
Ein Fenster in Göschenen ist fast zugeschneit. (Bild: Keystone)
Auf dem Flugplatz Buochs hat der Sturm die dort aufgestellte Mirage J-2313 von ihren Stützen gekippt. (Bild: Leser Reto Marzer)
Eine Windhose auf dem Vierwaldstättersee, aufgenommen am Donnerstagnachmittag in Hergiswil. (Bild: Leser Markus Vogel)
Eine Windhose auf dem Vierwaldstättersee, aufgenommen am Donnerstagnachmittag in Hergiswil. (Bild: Markus Vogel)
Orkan Andrea: Sonnenlücke über Arth am Zugersee, mit Blick auf den Rigihang mit Seebodenalp. (Bild: Leserin Elisabeth Carabin)
Andermatt am Freitagmittag. (Bild: Leserin Barbara Baumeler)
Andermatt am Freitagmittag. (Bild: Leserin Barbara Baumeler)
Andermatt am Freitagmittag. (Bild: Leserin Barbara Baumeler)
Andermatt am Freitagmittag. (Bild: Leserin Barbara Baumeler)
Andermatt am Freitagmittag. (Bild: Leserin Barbara Baumeler)
Heftiger Schneefall am Freitagmorgen gegen 3.15 Uhr am Chutweg in Kriens. (Bild: Leser Hans Steinmann)
Die Ruhe nach dem Sturm - tief verschneiter Wald bei Escholzmatt. (Bild: Leserin Rita Schöpfer)
In der Stadt Zug fiel am Donnerstagabend eine Tanne auf die Steinhauserstrasse. Verletzt wurden niemand. (Bild: Freiwillige Feuerwehr Zug)
Die Feuerwehr Galgenen stand an der Allmeindstrasse wegen herunterfallender Ziegel im Einsatz. (Bild: Kapo Schwyz)
Bild vom Freitagmorgen: Andermatt ist von der Umwelt abgeschnitten. (Bild: Webcam)
Wetterkapriolen am Quai in der Stadt Zug. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Wetterkapriolen am Quai in der Stadt Zug. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Wetterkapriolen am Quai in der Stadt Zug. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Wintersturm bei Stansstad auf dem Alpnachersee. (Bild: Keystone)
Wintersturm bei Stansstad auf dem Alpnachersee. Haben Sie weitere Bilder vom Sturm Andrea gemacht? Ihre Bilder erreichen uns unter redaktion.online@luzernerzeitung.ch (Bild: Keystone)

Auch wir haben viel Schnee und sind nach wie vor abgeschnitten. Das Bild wurde in Realp aufgenommen. (Bild: Heidi Nager)

Bereits seit Mittag war es wieder möglich, mit der Bahn nach Andermatt und ins Urserental zu reisen. Die Wiederöffnung der Strecke Niederwald-Oberwald war für 16 Uhr angesetzt. Weiterhin gesperrt bleiben allerdings die Zugstrecken von Andermatt-Dieni GR und Hospental UR-Oberwald VS und somit auch die Autoverlade am Oberalppass und an der Furka.

Die Gotthardautobahn A2 ist offen, aber nur mit Winterausrüstung befahrbar.

Auch Julier wieder offen

Auch das Oberengadin und somit der Touristenort St. Moritz waren ab Samstag wieder per Auto erreichbar. Zuerst ging am Morgen der Strassenabschnitt ins Unterengadin und damit die Verbindung zum Vereinatunnel wieder auf. Am Freitag war die Strasse bei Zernez wegen Lawinengefahr geschlossen worden.

Weiter konnte am Samstagmittag die schneebedeckte Passstrasse über den Julier - die Hauptreiseroute ins Oberengadin - für den Verkehr freigegeben werden. Auch die kürzeste Zugstrecke ins Oberengadin via Albulapass wurde wieder geöffnet. Der Abschnitt Bergün-Bever war zuvor ebenfalls wegen Lawinengefahr zu.

Wie die Rhätische Bahn mitteilte, muss allerdings mit Verspätungen gerechnet werden. Noch nicht seinen normalen Weg durch die Alpen fahren kann der Glacier Express, der St. Moritz und Zermatt VS verbindet. Wegen Lawinengefahr auf verschiedenen Abschnitten, werden die Züge über Zürich und Bern umgeleitet.

Eine Entspannung zeichnete sich auch für die Bahnen im Berner Oberland ab: Die Züge zwischen Grindelwald-Kleine Scheidegg-Wengen sowie auf das Jungfraujoch fahren seit Samstagmorgen wieder planmässig. Noch unterbrochen ist hingegen die Strecke Grütschalp- Mürren.

Vier Meter Schnee in Arosa

Die Situation auf Schiene und Strasse könnte sich in den Bergen aber wieder zuspitzen. Die Meteorologen rechnen fürs Wochenende nochmals mit beträchtlichen Neuschneemengen: 40 bis 70 Zentimeter im Gotthardgebiet und im Glarnerland, bis zu 50 Zentimeter in Nordbünden.

Stimmen die Prognosen, werden beispielsweise in Arosa am Montag vier Meter Schnee liegen. «Das kommt nicht jeden Winter vor», sagte dazu Reto Vögeli, Meteorologe bei MeteoNews, am Samstag auf Anfrage der sda. Aussergewöhnlich sei insbesondere, dass es über längere Zeit viel geschneit habe. «In Arosa kam jede Woche ein Meter Schnee hinzu.»

Allein in den vergangenen 24 Stunden brachten die Ausläufer von «Andrea» dem Skiort Arosa 39 Zentimeter neuen Schnee. In Davos schneite es 28 Zentimeter, in Braunwald GL 24 Zentimeter und in Hasliberg BE 20 Zentimeter. In Adelboden BE und Andermattreichte es immerhin für 10 Zentimeter.

Insgesamt hat das Sturmtief «Andrea» den Bergen seit Donnerstag lokal bis zu einem Meter Neuschnee gebracht, wie Meteorolge Vögeli sagte. Am meisten Schnee fiel im Oberwallis, in den Zentralalpen, in Nordbünden und im Engadin. Die Lawinengefahr ist vielerorts gross.

Im Mittelland war zu Beginn des Wochenendes praktisch nichts mehr von «Andrea» zu spüren. Es gab nur noch mässig Wind und wenig Niederschlag.

sda/ks