Kantonsverwaltung

Urner Regierung will neu alle Kaderstellen öffentlich ausschreiben

Der Urner Regierungsrat ist bereit, in Zukunft höhere Kaderstellen in der Verwaltung zwingend öffentlich auszuschreiben. Er unterstützt eine entsprechende Motion im Sinne der Transparenz.

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Eine Frau arbeitet an einem Computer.

Eine Frau arbeitet an einem Computer.

Symbolbild: Stefan Kaiser

(sda) Die Motion, die SVP-Landrat Christian Schuler eingereicht hatte, ist die abgespeckte Version einer Motion von Jolanda Joos (SP/Grüne), die der Landrat im Oktober 2019 bachab geschickt hatte. Regierung und Parlament hatten damals den administrativen Aufwand ins Feld geführt und es abgelehnt, zwingend sämtliche Stellen in der kantonalen Verwaltung auszuschreiben.

Schuler teilt zwar die Meinung von Joos, fordert aber nur für Kaderstellen eine zwingende Ausschreibung. Denn dort sei es besonders stossend, wenn sich weder intern noch extern jemand auf die Stelle bewerben könne, weil sich gar nicht ausgeschrieben wurde. Der administrative Mehraufwand dürfte vertretbar sein, hält er fest.

Auch die Regierung findet, grundsätzlich hätten die Argumente, die zur Ablehnung der ersten Motion führten, ihre Gültigkeit nicht verloren. Sie sei aber bereit, in Zukunft alle Stellen des höheren Kaders zwingend auszuschreiben.

75 Prozent ausgeschrieben

Darunter fallen demzufolge die Stellen von Amtsvorsteherinnen, Generalsekretären, Rektorinnen, Kanzleidirektor und den jeweiligen Stellvertretungen. Wenn eine geeignete interne Kandidatur vorhanden sei, könne dies in die Ausschreibung aufgenommen werden.

Bei der Kantonsverwaltung wurden seit 2016 insgesamt 36 Stellen im Kaderbereich neu besetzt. Davon wurden 27 Stellen öffentlich ausgeschrieben. Neun Stellen konnten durch Beförderungen intern besetzt werden und wurden nicht ausgeschrieben.