KAPUZINER: Rotzetter: Losgezogen wie Maria und Josef

Anton Rotzetter stand dem Kapuzinerkloster Altdorf vor. Dann musste er wegziehen. Das weckt Erinnerungen an die Weihnachtsgeschichte.

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Kapuziner Anton Rotzetter in seinem neuen Heim, dem Kloster Freiburg. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Kapuziner Anton Rotzetter in seinem neuen Heim, dem Kloster Freiburg. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

21 Jahre lang lebte, arbeitete und betete Anton Rotzetter im Kapuzinerkloster Altdorf bis die 1581 gegründete Gemeinschaft im Juni dieses Jahres aufgehoben wurde und sich die sechs übrig gebliebenen Kapuziner notgedrungen auf andere Klöster verteilen mussten. Anton Rotzetter, der in Altdorf als Guardian wirkte, hat im Kapuzinerkloster Freiburg, wenige Meter vor dem Murten-Tor, eine neue Heimat gefunden. «Der Abschied von Altdorf ist mir schwer gefallen», sagt der 71-jährige Ordensmann.

Nun folgen die Festtage. Zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten in einem anderen Umfeld, in einer neuen «Familie». Kommt da Wehmut auf? Rotzetter findet den Zugang zu Weihnachten über das Fremde, was nach dem Wegzug aus Altdorf auch ein bisschen seiner Situation entspricht. Das «Nichtdaheimsein» ist für Rotzetter eine zentrale Aussage der Weihnachtsbotschaft. Flüchtlingen, Asylanten, Ausgestossenen und Randständigen fühlt er sich denn auch besonders verbunden.

Kari Kälin, Fribourg

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag im Tagesthema der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.