KAPUZINER: Uri nimmt Abschied und dankt den Kapuzinern

Seit Sonntag beherbergt das Altdorfer Kapuzinerkloster keine Brüder mehr. Nach 428 Jahren hat die Gemeinschaft am Sonntag Altdorf verlassen.

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Die Kapuziner nahmen am Sonntag am Abschiedsgottestienst teil. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Die Kapuziner nahmen am Sonntag am Abschiedsgottestienst teil. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

«Wir verabschieden die sechs verbliebenen Altdorfer Brüder mit Wehmut, aber auch mit grosser Dank­barkeit», sagte Bischofsvikar Martin Kopp beim Gottesdienst auf dem Unterlehn. «Die Kirche in Uri wird ärmer, sie verliert einen Teil ihres religiösen Lebens.» 

«Ich will beim Abschied nicht von Leistungen sprechen», sagte Bruder Ephrem Bucher, der Provinzial der Schweizer Kapuziner, in seiner Predigt. Abschied gehöre zum Leben, auch wenn er weh tue. «Die Kapuziner gehen nicht, weil es ihnen hier nicht mehr gefällt, sondern weil sich kaum mehr jemand ihrem Orden anschliesst und die Zahl der Brüder schrumpft», erklärte der Provinzial. «Nun verstummt in Altdorf eine Stimme, die eine andere Melodie gesungen hat.»

Bruno Arnold und Angel Sanchez