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Kari Herger ist neuer Sennenvater

Drei Schattdorfer stellten sich an der Michaelsgemeinde zur Wahl als Sennenvater. Die Versammlung folgte jedoch mit grossem Mehr dem Vorschlag des abtretenden Sennenvaters Franz Stadler. Auch das restliche Sennenparlament wurde gewählt.
Franz Imholz
Der Vorstand der Sennenbruderschaft Bürglen mit der abtretenden Sennenfamilie. (Bild: Franz Imholz (Spiringen, 29. September 2018))

Der Vorstand der Sennenbruderschaft Bürglen mit der abtretenden Sennenfamilie. (Bild: Franz Imholz (Spiringen, 29. September 2018))

Am Michaelstag, 29. September, traf sich in Spiringen die Sennenfamilie 2017 unter der Führung von Franz und Christine Stadler zum Festgottesdienst in der Pfarrkirche. Sakristanin Patricia Herger dekorierte die Kirche mit Gegenständen aus dem Älplerleben in vorzüglicher Manier. Pfarrer Jan Strancic gestaltete mit seinem Kastenvogt Wendelin Bucheli aus Bürglen, Festprediger Pater Rolf-Philipp Schönenberger und dem Ortspfarrer von Unterschächen, Stefan Schmitt, einen eindrücklichen Festgottesdienst. Der 100-jährige Kirchenchor Spiringen unter der Leitung von Matthias Kunz umrahmte den Gottesdienst mit gefälligen Liedern. Pater Schönenberger verstand es, in seiner Predigt Gedanken und Parallelen von Erzengel Michael und dem heutigen Leben aufzuzeigen.

Nach dem Gottesdienst eröffnete der Spirgner Landrat Max Baumann die Versammlung auf dem Kirchenvorplatz. In seinem Jahresrückblick steifte er Themen wie den diesjährigen Prachtsommer, die Viehseuche auf Urner Rinderalpen vom vergangenen Jahr, die Wolfsproblematik, die Agrarpolitik, den Milchpreis, das Unglück am Felsenweg Alplen und die Landeswallfahrt nach Sachseln. Die alljährliche Innerschweizer Sennenpräsidentenkonferenz wird 2019 in Spiringen stattfinden.

Der neue Sennenvater kommt aus Schattdorf

Kari Herger, neuer Sennenvater. (Bild: Franz Imholz (Spiringen, 29. September 2018))

Kari Herger, neuer Sennenvater. (Bild: Franz Imholz (Spiringen, 29. September 2018))

Sennenvater Franz Stadler aus Altdorf schlug turnusgemäss einen Schattdorfer als seinen Nachfolger vor, nämlich Kari Herger. Konkurrenz erhielt Herger durch zwei weitere Kandidaten aus der Versammlungsmitte, Albin Gamma und Sepp Gisler. Herger wurde schliesslich mit grossem Mehr als neuer Sennenvater bestimmt.

Aus einem Zweiervorschlag wählte die Versammlung als Sennenhauptmann Michi Herger aus Altdorf. Für das Sennenstatthalteramt machte Josef Gisler aus Spiringen aus einem Dreiervorschlag das Rennen. Die Versammlung folgte dem Vorschlag des abtretenden Vorfähnrichs, Beat Schuler aus Unterschächen, und wählte aus einem Zweiervorschlag Erich Marty aus Bürglen als neuen Vorfähnrich.

Spannend verlief die Wahl des Nachfähnrichs. Vorgeschlagen waren vier Kandidaten. Am meisten Stimmen erhielt David Kempf aus Unterschächen. Somit sind alle Bruderschaftsgemeinden im Sennenparlament 2018 vertreten.

An der Sennenkilbi wird 425-Jahr-Jubiläum gefeiert

Kassier Erich Arnold konnte von einem Gewinn von 496 Franken berichten. Der Druck neuer Sennenbruderschaftsscheine kostete 525 Franken. Kastenvogt Wendelin Bucheli führte aus, dass der überarbeitete Sennenbruderschaftsschein gewinnend, attraktiv und einladend sein soll.

Der Antrag des Vorstandes um einen Kredit von 3500 Franken für die Jubiläumsfeierlichkeit «425 Jahre Sennenbruderschaft Bürglen» wurde einstimmig genehmigt. Das Jubiläum wird mit der diesjährigen Sennenkilbi vom Sonntag, 14. Oktober, begangen. Eingeladen sind zehn Fahnendelegationen der Innerschweizer Sennenbruderschaften. Die Festrede hält Regierungsrat Urban Camenzind.

Die Sennenbruderschaft bezweckt die Solidarität unter den Älplern und Sennen, den achtsamen Umgang mit der Natur, dass die Alpen nicht übernutzt werden. Die Pflege des Betrufes ist ein Segen, nicht ein kulturelles Singen. Und die Pflege der einheimischen Volkskultur schafft Heimat. Die Sennenfamilie ist die Visitenkarte der Sennenbruderschaft und Botschafterin einer vielfältigen Kultur.

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