Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Katzenstation: Jetzt wird es konkret

Das Ziel, das sich der neu gewählte Vorstand des Tierschutzvereins Uri bereits vor vier Jahren gesetzt hat, dürfte demnächst erreicht werden: eine eigene Katzenstation. Ein entsprechendes Baugesuch liegt nun vor.
Carmen Epp
Dieser ehemalige Pferdestall im Gebiet Schützen in Silenen soll zum Katzenheim ausgebaut werden. (Bild: PD)

Dieser ehemalige Pferdestall im Gebiet Schützen in Silenen soll zum Katzenheim ausgebaut werden. (Bild: PD)

Fast 60 Meldungen über zugelaufene, vermisste, wilde oder heimatlose Katzen beschäftigten den Tierschutzverein Uri im vergangenen Jahr.

Während wilde Katzen nach einer Gesundheitsuntersuchung der Kastration wieder am Fundort freigelassen werden, werden zugelaufene heimatlose Tiere bis zur Weitervermittlung im Tierheim Paradiesli in Ennetmoos untergebracht und betreut. Der Grund: Im Kanton Uri gibt es kein Heim für Tierschutzkatzen.

Station soll Ende Jahr eröffnet werden

Das zu ändern hatte sich der neu gewählte Vorstand des Tierschutzvereins Uri bereits vor vier Jahren vorgenommen. Seit April 2017 sind auch die Pläne dafür bekannt (siehe unsere Zeitung vom 3. April 2017): Die Katzenstation soll in einem umgebauten Pferdestall im Gebiet Schützen in Silenen zu stehen kommen und in fünf Zimmern mit Auslauf Platz für rund 25 Katzen bieten. An diesen Plänen hat sich seither nichts geändert. Nachdem der Verein an der GV im März 2018 das ausgearbeitete Projekt inklusive Finanzierungsplan genehmigte, wurden am 8. Juni die Baupläne für den An- beziehungsweise Aufbau am ehemaligen Pferdestall im Amtsblatt publiziert und in der Gemeinde Silenen aufgelegt.

Hanspeter Berger, Präsident des Tierschutzvereins Uri und Mitinitiant des Projekts, ist zuversichtlich, dass bis Ende August die Baubewilligung vorliegt. «Wenn alles nach Plan läuft, möchten wir im September mit den Bauarbeiten beginnen und die Katzenstation Ende Jahr eröffnen.»

Bevor im Schützenschachen in Silenen die Bauarbeiter auffahren können, muss das Projekt «Katzenstation» noch eine Hürde nehmen: die Finanzierung. Der Tierschutzverein Uri rechnet mit Kosten von insgesamt 400000 Franken für das Projekt. 120000 Franken kann der Verein auch dank zweier grosszügiger Legate selber stemmen, hinzu kommen Eigenleistungen von 50000 Franken. Ausserdem besteht die Möglichkeit, beim Schweizer Tierschutz (STS) und bei einer Bank ein Darlehen von 150000 Franken aufzunehmen. Den fehlenden Betrag von rund 80000 Franken möchte der Verein mittels Spenden von Privaten, Sponsoren und der öffentlichen Hand erreichen.

Ist die Katzenstation erstellt, fallen Betriebskosten an. Um diese decken zu können, ist der Tierschutzverein Uri auf Katzenhalter angewiesen, die ihre Tiere in den Ferien in die Katzenstation bringen und für die Betreuungsleistung zahlen. «Ohne sie können wir den Betrieb nicht stemmen», so Berger. Mit durchschnittlich fünf Ferienkatzen pro Tag sowie den ordentlichen Einnahmen wie Mitgliederbeiträgen und so weiter sollten die Betriebskosten gedeckt werden können.

Tierschutzverein will Vertrag mit Veterinäramt

Wie viele Tierschutzkatzen neben den Ferientieren in der Katzenstation dereinst untergebracht werden, sei schwer vorherzusagen, so Berger. Im vergangenen Jahr seien es zwölf Katzen gewesen, die von Uri ins Tierheim Paradiesli gebracht wurden. «Solche Tiere würden dann künftig bei uns in der Station aufgenommen, gepflegt und weitervermittelt.»

Diese Leistungen muss der Tierschutzverein Uri jedoch vorerst selber finanzieren, ohne öffentliche Gelder. Der Kanton Uri unterstützt zwar Tierschutzaufgaben finanziell zuhanden des Veterinäramts der Urkantone. Der vorherige Vorstand des Tierschutzvereins Uri, der 2014 in globo zurückgetreten war, kündigte den Vertrag mit dem Veterinäramt jedoch; seither fliessen die Leistungen für Tierschutztiere aus dem Kanton Uri an das Tierheim Paradiesli. Auch das soll sich demnächst ändern. «Hat sich die Katzenstation im Testbetrieb bewährt, werden wir beim Veterinäramt vorstellig, mit dem Ziel, die Unterhaltsbeiträge wieder zu erhalten», so Berger.

Hinweis: Weitere Informationen zum Projekt «Katzenstation Uri» gibt es unter: www.tierschutzverein-uri.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.