Keine Sexualkunde in Urner Kindergärten

Die in die Schlagzeilen geratenen Sexualkunde-Pläne für Schulen und Kindergärten haben am Mittwoch auch den Urner Landrat beschäftigt. Regierungsrat Josef Arnold beruhigte: Selbst mit dem Lehrplan 21 werde im Kindergarten keine Sexualkunde eingeführt.

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Bücher aus der «Sex-Box», die im Kanton Basel-Stadt für den Aufklärungsunterricht verwendet werden. (Bild: Keystone)

Bücher aus der «Sex-Box», die im Kanton Basel-Stadt für den Aufklärungsunterricht verwendet werden. (Bild: Keystone)

Sie spreche als Vertreterin von verunsicherten Eltern, sagte SVP- Landrätin Petra Simmen, die eine Interpellation zum Thema eingereicht hatte. Auslöser war ein vom Bundesamt für Gesundheit bei der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz Luzern (PHZ) in Auftrag gegebenes Grundlagenpapier zur Sexualerziehung der Schule.

«Wir dürfen unsere Kinder mit sexuellen Themen nicht überfordern», sagte Petra Simmen in der Diskussion im Landrat. Zudem sei die Sexualerziehung in erster Linie Sache der Eltern.

«Sie rennen hier offene Türen ein», meinte der Urner Bildungs- und Kulturdirektor Josef Arnold. Das Grundlagenpapier der PHZ sei nicht relevant für die Ausgestaltung des Lehrplans 21 in Uri.

Laut geltendem Lehrplan beginne der Sexualunterricht gegen Ende der Primarschulzeit und werde auf der Oberstufe (Sekundarstufe I) fortgeführt. Das solle auch so bleiben, sagte Regierungsrat Arnold. Petra Simmen will nun die Umsetzung des Lehrplans 21 genau beobachten und wenn nötig intervenieren.

sda