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Kinder frönen in Silenen Schweizer Traditionen

Rund 200 Kinder und Jugendliche aus den Schulen Amsteg, Bristen und Silenen zelebrierten unter dem Jahresmotto «Zogä am Bogä» ein Spielfest im Schulhaus Silenen. Begeistert waren sie vor allem vom Fahnenschwingen.
Paul Gwerder
Experten zeigten den Kleinen, wie sie die Fahnen richtig schwingen. (Bild: Paul Gwerder (Silenen, 11. April 2019)

Experten zeigten den Kleinen, wie sie die Fahnen richtig schwingen. (Bild: Paul Gwerder (Silenen, 11. April 2019)

Der Schulanlass in Silenen, an dem alle 196 Kinder und Jugendliche von Amsteg, Bristen und Silenen teilgenommen haben, wurde am Donnerstagmorgen mit dem Lied «Zoge-n-am Boge» eingeläutet. Für Schulleiterin Katja Schmid war dies schon ein erster besonderer Höhepunkt: «Es war sehr ergreifend, wie die rund 200 Kinder dieses bekannte Urner Lied, begleitet von gitarrenspielenden und rhythmusbegeisterten Lehrpersonen, gesungen haben.» Anfangs des Schuljahres hätten sich die Lehrer für das Jahresmotto «Zogä am Bogä» entschieden und deshalb hätten die Kinder dieses Lied in der Singstunde eingeübt und immer mal wieder in der Klasse gesungen.

«Das erklärte Ziel des Schulanlasses ist, dass sich alle Schulkinder – vom vierjährigen Kindergärtner bis zum Oberstufenschüler der drei Schulstandorte Amsteg, Bristen und Silenen – einmal im Jahr treffen und sich kennen lernen können», erklärte die Schulleiterin, für welche immer die Kinder im Mittelpunkt einer Schule stehen. Neben den Schulkindern gibt es ebenfalls jährlich einen Teamanlass mit rund 30 Lehrpersonen. Dieser fand zuletzt im vergangenen Dezember statt.

Viel Herzblut im Aufbau der Spielposten

Aktuell gibt es in Silenen 196 Schulkinder. An der Schule in Bristen gibt es zwei Klassen: Eine Basisstufe mit dem Kindergarten und der 1. und 2. Primarklasse, sowie eine AdL-Klasse (altersdurchmischtes Lernen) mit Dritt- bis Sechstklässlern. In Amsteg und Silenen gibt es je drei Primarklassen. Für ein Kind ist es entscheidend, in welcher Standortgemeinde es die 1. Klasse besucht, denn in diesem Schulhaus bleibt es dann bis zum Wechsel in die Oberstufe, welche sich im Schulhaus Silenen befindet.

Im Organisationskomitee für den diesjährigen Schulanlass, welcher unter der Leitung von Katja Schmid stand, waren zudem Monika Staub, Liv Wyrsch (Schule Bristen), Thomas Arnold (Schule Amsteg) sowie Christina Poletti und Hannes Jodar von der Schule Silenen. Diese hatten im Vorfeld einiges zu tun, denn es galt, die 15 Gruppen mit 13 bis 14 Kindern zusammenzustellen und ebenso viele Spielposten aufzubauen. Zudem hatten die Postenverantwortlichen das Material für die vielen Spiele zu besorgen, mussten die Posten am Morgen einrichten und am Abend wieder abräumen. Jede dieser Gruppen hatte für sich einen speziellen Namen, wie beispielsweise «Mälchstuähl», «Mischtgablä», «Garettä», «Süüöhrli» oder «Chriäsistäi». In jedem Team hatte es Schüler aus allen drei Schulstandorten, welche altersdurchmischt waren, wobei die jüngsten Kindergartenkinder erst vier Jahre alt waren.

Dies war eine der grossen Herausforderungen für die Gruppenleiter, die aus der Abschlussklasse kamen. Jede Gruppe besuchte nach einem genauen Zeitplan einen Posten auf, für den jeweils 20 Minuten Zeit eingerechnet waren. Die Spielfeldposten drehten sich um Themen wie Seilziehen, Fahnenschwingen, Jassen, Schwingen oder Armbrustschiessen. Besonders beliebt war das Fahnenschwingen in der Turnhalle. Dort konnten die Kinder unter fachkundiger Leitung von Mitgliedern der Urner Fahnenschwingervereinigung, welche diesen die ersten Grundelemente zeigten, den schönen Schweizer Brauchtum ausprobieren.

Kinder zeigen Talent beim Schwingen und Jassen

Beim Schwingen zeigten die erfahrenen Lehrpersonen den Kindern zunächst einmal, wie die Schwingerhosen richtig anzuziehen sind und anschliessend, wie korrekt «gegriffen» werden muss. Es kristallisierte sich schliesslich schnell einmal heraus, welches die kräftigsten, wendigsten und begabtesten Mädchen und Knaben in dieser Sportart waren. Ruhiger ging es jedoch am Jasstisch zu und her, denn dort hatten die Gruppenchefs keine grosse Arbeit, da dieser «Volkssport» den meisten Knaben und Mädchen schon sehr bekannt war.

«Ein spezielles Lob gilt den Gruppenleitern aus der Oberstufe und den postenverantwortlichen Lehrpersonen, welche durch grosses Engagement immer wieder alle Gruppenmitglieder top motivieren konnten», sagte Katja Schmid. Für die Schulkinder war es ein spannender Tag, an dem sie viel lernen und sich an einigen Posten wie beim Seilziehen oder Schwingen auch austoben konnten.

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