KINDERTAGESSTÄTTE: Hier lernen Kinder spielend

Silvia Arnold hat ihren Traumberuf gefunden: Sie wird Fachperson Betreuung für Kinder. Darüber freuen sich vor allem auch viele Buben und Mädchen.

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Kinder haben Vertrauen zur Betreuerin. Beim Klettern gibt ihnen Silvia Arnold Sicherheit. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Kinder haben Vertrauen zur Betreuerin. Beim Klettern gibt ihnen Silvia Arnold Sicherheit. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Aufgeregt und mit Hut und Sonnencreme ausgerüstet rennen die Kinder in den Garten: Endlich auf den Spielplatz! Draussen verteilen sie sich auf ihre Lieblingsspielzeuge.

Begehrt ist auch das Schaukelpferd. «Wohin reitest du?», fragt Silvia Arnold das Mädchen. «Nach Nürnberg, kommst du mit?», fragt die Dreijährige. Arnold lernt auf dem zweiten Bildungsweg Fachperson Betreuung und reitet gerne mit nach Nürnberg.

Struktur, die Sicherheit vermittelt
In der Kita Uri sind Kinder bestens aufgehoben: Im Alter von 3 Monaten bis zum 12. Lebensjahr spielen sie unter professioneller und liebevoller Betreuung. Doch nicht nur Spiele wie etwa das Rösschenreiten sind an der Tagesordnung: «Es ist sehr wichtig, dass die Kinder eine Struktur erhalten, einen Rahmen, der ihnen Sicherheit vermittelt», sagt Arnold.

Um die Mischung aus Spiel und Struktur optimal gewährleisten zu können, lässt die Kita Uri ihre Angestellten auch ausbilden. Fünf Ausbildungs- und Praktikumsplätze stehen zur Verfügung: «Für mich ist es grandios, dass ich hier diese Ausbildung zur Fachperson Betreuung im Fachbereich Kinder machen darf», sagt Arnold.

Verhalten in der Gruppe wird geübt
«Silvia, Silvia, ich bin Tarzan, hilfst du mir?», ruft ein Junge von der Kletterecke und hangelt einen Strick hinauf. Das Vertrauen der Kinder zu den Betreuerinnen ist deutlich spürbar. Arnold steht bereit für den Fall, dass der 6-Jährige fallen würde. «Vertrauen ist Basis jeder Entwicklung», so Arnold. Und weiter: «Wir betreiben hier keine Animation, Kinder können sich sehr gut selber beschäftigen.»

So üben sie das Verhalten in einer Gruppe, das Ausdrücken der eigenen Bedürfnisse und nicht zuletzt lernen sie, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Sozialkompetenzen wie etwa das Teilen, sich in eine Gruppe einzuordnen oder zu verhandeln, sind in der heutigen Kleinfamilien-Struktur vielfach schwierig zu vermitteln.

Linda Rosenkranz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.