Römisch-katholische Landeskirche Uri fordert Solidarität für Flüchtlinge

Der Kanton Uri soll sich bereit erklären, mehr Geflüchtete aus dem Flüchtlingslager Moria aufzunehmen.

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(mah) In einem offenen Brief an den Urner Regierungsrat fordert die römisch-katholische Landeskirche Uri weitere Geflüchtete aus dem Flüchtlingslager Moria aufzunehmen. Seit dem Osterappell der drei Landeskirchen für die Asylsuchenden der griechischen Inseln habe sich mit dem Brand im Flüchtlingslager Moria die Situation dieser Schutzsuchenden auf Lesbos nochmals dramatisch verschlechtert.

«Wir dürfen nicht zulassen, dass Frauen, Männer und Kinder in diesen menschenunwürdigen Bedingungen allein gelassen werden», heisst es im offenen Brief weiter. Gleichzeitig würden sie es begrüssen, dass der Bund sich bereit erklärt habe, 20 Jugendliche aus dem Lager Moria rasch in der Schweiz aufzunehmen. Auch hätten sie mit Zuversicht davon Kenntnis genommen, dass einige Schweizer Städte bereit seien, weitere Geflüchtete aufzunehmen.

Uri soll sich gegenüber dem Bund bereit erklären

Die römisch-katholische Landeskirche Uri wünsche sich von der Urner Regierung nun dasselbe. «Fordern Sie den Bund auf, Menschen in Not aufzunehmen und äussern Sie die Bereitschaft des Kantons Uri, sich an diesem Plan zu beteiligen», so die Landeskirche. Auch kirchliche Einrichtungen seien bereit, die Aufnahme zu unterstützen. Aus humanitärer und christlicher Sicht sei dringend Hilfe geboten Der dramatischen Entwicklung könne die Landeskirche unmöglich länger tatenlos zusehen.