KIRCHGEMEINDE: Flüeler wählen umstrittenen Kirchenrat ab

Wahlen waren zwar nicht traktandiert. Trotzdem ist Markus Walker nicht mehr Mitglied des Kirchenrats. Er wurde am Freitag abgewählt.

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Die Baustelle beim Pfarrhaus hat Kirchenratspräsident Peter Schuler in diesem Jahr zusätzliche Arbeit beschert. (Bild: Urs Hanhart / Neue  UZ)

Die Baustelle beim Pfarrhaus hat Kirchenratspräsident Peter Schuler in diesem Jahr zusätzliche Arbeit beschert. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Der Haussegen im Kirchenrat Flüelen hängt seit einigen Wochen schief. Der Grund: Mitglied Markus Walker hat mit seinen Entscheiden im Zusammenhang mit Sanierungsarbeiten rund ums Pfarrhaus nicht nur viele Bürger, sondern auch mehrere Ratskolleginnen und -kollegen verärgert.

Der Kirchenrat hatte seinem Verantwortlichen für die Liegenschaften die Verantwortung für das Sanierungsvorhaben übergeben. Doch Walker geriet nicht nur mit seinem Vorgehen bei der Arbeitsvergabe in die Kritik. Weil er Auflagen der Baukommission missachtet hatte, musste die Gemeinde sogar einen Baustopp verfügen. Wegen Walkers Fehlleistungen drohen Mehrkosten von rund 20'000 Franken.

Nur 1 Stimme für Walker

Am Freitagabend kam es an der Kirchgemeindeversammlung zum Eklat: Mehrere Ratsmitglieder stellten ihren Rücktritt in Aussicht, weil «eine kooperative Zusammenarbeit mit Walker angesichts der aktuellen Konstellation nicht mehr möglich» sei.

Die knapp 50 Stimmberechtigten hiessen in der Folge einen von einem Bürger gestellten Antrag gut, dieses Szenario zu verhindern, und zwar mit der sofortigen Abwahl Walkers aus dem Kirchenrat. Der Antrag wurde grossmehrheitlich (1 Gegenstimme, wenige Enthaltungen) gutgeheissen – obwohl eigentlich keine Wahlen traktandiert waren.

Bruno Arnold