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KLAUSEN: Das Hotel Klausenpasshöhe soll saniert werden

Das Hotel Klausenpasshöhe ist nicht mehr zeitgemäss und soll einen modernen Anstrich erhalten. Die Bewilligung ist noch nicht in trockenen Tüchern. Auch der Landrat nahm sich des Themas an.
Philipp Zurfluh
Das Hotel Klausenpasshöhe ist ein äusserst beliebter Treffpunkt für Ausflügler. (Bild: Florian Arnold (Unterschächen, 7 August 2017))

Das Hotel Klausenpasshöhe ist ein äusserst beliebter Treffpunkt für Ausflügler. (Bild: Florian Arnold (Unterschächen, 7 August 2017))

Philipp Zurfluh

philipp.zurfluh@urnerzeitung.ch

Seit 114 Jahren steht das schiefe und markante Gebäude auf dem Klausenpass. Am 18. Juli 1903 wurde die Eröffnung gefeiert. Ob Wanderer, Velo- und Töfffahrer oder Touristen: Das Hotel Klausenpasshöhe erfreut sich seit seiner Entstehung grosser Beliebtheit. Mit der Zeit geriet das Gebäude mehr und mehr in die Schräglage. Mittlerweile ist es mit Stahlseilen im Boden verankert und muss saniert werden. «Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder in das Hotel investiert, doch die Sanierungsmassnahmen reichen, Stand heute, nicht mehr aus», erklärt Barbara Merz, Verwaltungsratspräsiden­tin der Klausenpass-Betriebe AG, auf Anfrage unserer Zeitung. Für sie ist klar: «Eine Sanierung ist unumgänglich.»

Laut der VR-Präsidentin wurde bereits ein Vorprojekt erarbeitet. «Spruchreif ist noch nichts, es laufen derzeit noch Abklärungen.» Damit dem Projekt eine Bewilligung erteilt werden kann, müssen bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt und kantonale Auflagen eingehalten werden. Denn: Das Hotel Klausenpasshöhe ist ein Bau, der ausserhalb der Bauzone liegt.

Ökologie soll nicht zu kurz kommen

Gemäss der Klausenpass-Betriebe AG soll das neue Projekt im Einklang mit der Urner Alpenlandschaft weiterhin die Kundschaft begeistern. «Nach unseren Vorstellungen soll dem Gebäude ein moderner Anstrich gegeben werden.» Dabei wollen die Verantwortlichen Naturmaterialien wie Holz und Stein verwenden. Auch auf Ökologie soll viel Wert gelegt werden: «Im Zeitalter der Elektro-Bikes würden wir gerne dem Bedürfnis mittels Ladestationen gerecht werden.» Für VR-Präsidentin Barbara Merz ist die Baute auf dem Klausenpass nicht mehr wegzudenken. «Für das Schächental hat das Hotel wirtschaftlich eine grosse Bedeutung.» Wie viel Geld man für den Neubau investieren möchte, darüber gibt sich Merz noch bedeckt. Sie zeigt sich aber optimistisch, dass die Chance für eine Erteilung der Bewilligung gut stehen würde. «Doch das liegt nicht in unserer Hand.»

Das Hotel Klausenpasshöhe gab auch in der Fragestunde der Landratssession vom Mittwoch zu reden. Franz Christen (CVP, Schattdorf) wies die Regierung auf die Sanierung des Hotels hin. Christen machte den Link zum Urserntal, wo im Sinne der Tourismusförderung auch viel ausserhalb der Bauzone habe gebaut werden können. Von der Regierung wollte er nun wissen, ob für das Schächental andere Bedingungen gelten würden. Es müsse im Sinne der Regierung sein, eine zukunftsträchtige Entwicklung des Tourismus im Schächental zu ermöglichen.

Justizdirektorin verweist auf gesetzliche Grundlagen

«Der Prozess bis zur ersten Baubewilligung im Urserntal war sehr anspruchsvoll», rief Justizdirektorin Heidi Z’graggen in Erinnerung. Dieser habe über Anpassungen des Richtplans, des Zonenplans und der Quartiergestaltungspläne geführt und auch mehrere Wettbewerbsverfahren mit sich gebracht. Die Landschaften des Urserntals wie des Schächentals seien einmalig schön. Entsprechend hoch müssten die Anforderungen sein, so die Justizdirektorin. Sie stellt klar: «Wir müssen uns an die gesetzlichen Grundlagen halten, die für Bauten ausserhalb der Bauzone gelten.»

Als bestehendes altrechtliches Gebäude unterstehe das Hotel der erweiterten Besitzstandsgarantie, sei aber nicht denkmalgeschützt. Achten müsse man dabei auf die «Wesensgleichheit der Baute». «Wir wollen helfen und sind daran interessiert, dass im Schächental etwas Tolles entsteht», betonte Z’graggen. Dass man dem Vorhaben Steine in den Weg lege, lässt sie nicht gelten. «Wir werden der touristischen Bedeutung des Bauvorhabens mit Sicherheit Rechnung tragen.»

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