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KLAUSENPASS: Die Chammlialp wird zum echten Kletterparadies

40 Minuten von der Passhöhe entfernt, können sich Kinder und Erwachsene gratis und franko in drei Klettergärten auf 23 eingerichtete Routen begeben. Die Alp hat aber nicht nur Kletterbegeisterten einiges zu bieten.
Die zehnjährige Annika (links) und der achtjährige Raffael Fullin stellen in einem der drei Klettergärten auf der Chammlialp ihr bereits beachtliches Können unter Beweis. (Bild: Bruno Arnold (Unterschächen, 16. Juli 2017))

Die zehnjährige Annika (links) und der achtjährige Raffael Fullin stellen in einem der drei Klettergärten auf der Chammlialp ihr bereits beachtliches Können unter Beweis. (Bild: Bruno Arnold (Unterschächen, 16. Juli 2017))

Der achtjährige Raffael Fullin aus Flüelen steht am Fusse eines mächtigen Kalkfelsblocks auf der 2049 Meter über Meer gelegenen Chammlialp. Vater Mario Fullin beobachtet, wie sein Sohn die Turnschuhe gegen Kletterfinken tauscht, das «Gstältli» montiert, den Achterknoten am Ende des 50 Meter langen Seils knüpft, die benötigten Expressen an die Materialschlaufe hängt und den Helm aufsetzt.

Der begeisterte Jungalpinist hat an diesem Sonntagmorgen ein ehrgeiziges Ziel: «Heute will ich zehn oder sogar elf Routen klettern.» Der Knabe kann es kaum erwarten, bis sein Vater bereit ist, um ihn zu sichern. «Chunnsch äntlich», sagt er mehrmals. Dann geht es los.

Meter um Meter nach oben

Der «Seeigel» ist die erste Route, die Raffael Fullin an diesem Sonntagmorgen in Angriff nimmt. Er greift mit seinen Fingern in die Einbuchtungen im Felsen, sucht den besten Griff, zieht sich hoch, tastet mit den Füssen nach einem sicheren Tritt. Dann hängt er die Expressen in den im Felsen verankerten Sicherungshaken ein, zieht das Seil nach und hängt es ein. So geht es Meter um Meter an der steilen Wand nach oben. Nebenan macht die zehnjährige Schwester Annika Punkt für Punkt dasselbe Vorbereitungsprozedere durch, bevor sie in die Route Anzio einsteigt. Beaufsichtigt und gesichert wird sie dabei von ihrer Mutter Sybille.

Der Bergführer hat 23 Routen eingerichtet

Die Fullins sind kletterbegeisterte Leute: Mario ist – wie sein Vater Toni – patentierter Bergführer und zudem ein versierter Felsspezialist. Die zur freien Benützung zur Verfügung stehenden drei Klettergärten, die auf der Chammlialp im Umkreis von rund 300 Metern zu finden sind, tragen allesamt die Handschrift von Mario Fullin. Zirka 50 Stunden und 600 Franken aus der eigenen Kasse hat er investiert, um rund 150 Löcher ins Kalkgestein zu bohren sowie die 150 Bohrhaken im Felsen und die Umlenker am oberen Ende der verschiedenen Kletterrouten zu verankern. 23 Routen mit einer maximalen Länge von 25 Metern hat der 45-jährige Flüeler Unternehmer inzwischen eingerichtet. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich zwischen 2 b und 5 b. «Mit den Routen auf der Chammlialp möchte ich in erster Linie die Begeisterung für das Klettern wecken», sagt Mario Fullin. «Ob Kinder oder Rentner, alle haben hier die Möglichkeit, am Felsen zu schnuppern. Wichtig ist einfach, dass eine Person dabei ist, die über ausreichende Berg- und Klettererfahrung verfügt.»

Die drei Klettergärten erreicht man von der Klausen-Passhöhe aus in rund 40 Minuten. Mario Fullin hat die Chammlialp ausgewählt, weil er das Gebiet als besonders familienfreundlich erachtet. «Hier kann man nicht nur klettern, sondern auch mit den Kindern auf den Wiesen spielen oder einfach gemütlich picknicken, die herrliche Alpenluft und das eindrückliche Panorama geniessen sowie mit dem Feldstecher Murmeltiere und Gemsen beobachten», sagt Fullin.

Kühe, Ziegen und sogar zwei Esel

Lohnenswert ist aber auch ein Abstecher ins Alpbeizli der Familie Stadler, die auf der Chammlialp Kühe, Ziegen, zwei Esel und Hühner sömmert Dort werden Alpprodukte wie selber produzierter Käse, Milch oder Joghurt angeboten, aber auch Meringues mit Rahm, ein feines «Hüüswirschtli» oder kühle Getränke. Und bevor es zurück Richtung Klausenpass geht, sollte man unbedingt die Kaffeespezialitäten geniessen, einen «Chammlikaffee» oder auch einen «Geissbockkaffee». (bar)

... und der achtjährige Raffael Fullin stellen in einem der drei Klettergärten auf der Chammlialp ihr bereits beachtliches Können unter Beweis. (Bild: Bruno Arnold (Unterschächen, 16. Juli 2017))

... und der achtjährige Raffael Fullin stellen in einem der drei Klettergärten auf der Chammlialp ihr bereits beachtliches Können unter Beweis. (Bild: Bruno Arnold (Unterschächen, 16. Juli 2017))

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