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KLAUSENPASS: Ein deutsches Paar sorgt für mehr Sicherheit auf der Passstrasse

Ein Ehepaar aus Deutschland hat sich nach dem Tod seines Sohnes für mehr Sicherheit engagiert. Nach 15 Jahren schliesst es seine Aktion in Bürglen ab.
Bruno Arnold
Die Klausenpassstrasse im Gebiet Äbnet vor den Verbesserungen. (Bilder Hartmut Schubert)

Die Klausenpassstrasse im Gebiet Äbnet vor den Verbesserungen. (Bilder Hartmut Schubert)

Bruno Arnold

Uschi und Hartmut Schubert aus dem deutschen Berg bei Ravensburg haben am 27. Oktober 2001 ihren Sohn Jürgen bei einem Motorradunfall in der sogenannten «Lini» auf der Klausenpassstrasse verloren. Der 30-jährige Informatiker und erfahrene Töffpilot hatte damals einen entgegenkommenden Biker touchiert, schlitterte als Folge des Kontakts über die Fahrbahn hinweg und stürzte rund 400 Meter in die Tiefe. Im Mai 2003 riefen die Eltern des tödlich Verunfallten die «Aktion Klausenpass» ins Leben und gründeten den Förderverein Aktion Klausenpass e. V. «Wir möchten die Passstrasse mit Spendengeldern sicherer machen», erklärte die Mutter des tödlich verunfallten Töfffahrers bei einem Besuch auf der Redaktion der «Neuen Urner Zeitung». Uschi und Hartmut Schubert schalteten eine Website (www.aktion-klausenpass.de) auf und besuchten fortan Motorradmessen in Süddeutschland und der Schweiz, um für ihre Aktion Geld zu sammeln.

Hauptaugenmerk in der «Lini»

Das Hauptaugenmerk der Schuberts galt der Passage zwischen dem Seelital-Tunnel und der unteren Balm. Die Eltern des auf diesem Abschnitt verunfallten Jürgen Schubert wollten die bessere Absicherung jener Unfallstellen auf der Klausenpassstrasse, auf der es immer wieder zu tödlichen Unfällen gekommen war, finanziell unterstützen. In all den Jahren kam nach Angaben der Familie Schubert eine Summe von 6353 Euro und 8573 Franken zusammen.

Nach fünfzehn Jahren gemeinsamen Wirkens wollen die Schuberts nun ihre Aktion beenden: «Wir haben unsere Ziele so weit als möglich erreicht und beschränken uns künftig auf das Beobachten dieser dank unserer Mithilfe abgesicherten Stellen», schreiben die Schuberts. «In Zusammenarbeit mit dem zuständigen kantonalen Amt für Tiefbau und der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) in Bern haben wir einige Verbesserungen erreichen können», freut sich das deutsche Ehepaar. So wurde vor der «Lini» auf beiden Seiten ein spezielles, neu entwickeltes Hinweisschild aufgestellt. In der unfallträchtigsten Kurve wurde ein Stück des Felsens entfernt, um die Sichtverhältnisse zu verbessern. Die seitliche Begrenzungslinie wurde verbreitert und mit reflektierendem Farbstoff versehen. Beim Geländer wurden zusätzliche Rohre angebracht, um ein Unten-durch-Rutschen zu verhindern. Ausserdem wurden hier an den Rohren noch zusätzliche Richtungstafeln angebracht, um den Strassenverlauf besser erkennen zu können.

Spendenkasse ist leer

Diese mit Spendengeldern der Schuberts mitfinanzierten baulichen Massnahmen dürften mit ein Grund sein, dass seit 2004 an diesen Stellen kein tödlicher Unfall mehr zu beklagen war. Die verbliebenen Spendengelder wurden im Frühjahr an einem weiteren unfallträchtigen Abschnitt im Bereich Äbnet oberhalb von Urigen investiert. «Wir haben 75 Meter Leitschranken mit Unterfahrschutz und vier Leitpfeile finanziert», so die Schuberts. «Damit ist auch unsere Spendenkasse nun leer.»

Zum Abschluss ein Gottesdienst

Den offiziellen Abschluss der Aktion Klausenpass möchten die Schuberts am Sonntag, 25. September, um 9 Uhr mit einem Abschluss- und Dankgottesdienst in der katholischen Kirche in Bürglen feiern. Dazu sind alle Biker und sonstigen Interessierten herzlich eingeladen.

Musikanten gesucht

Uschi und Hartmut Schubert suchen noch Personen, die bereit wären, den Gottesdienst musikalisch zu umrahmen respektive das vorgesehene einfache Liedgut zum Mitsingen instrumental zu begleiten. Die Familie Schubert würde sich freuen, wenn sich Interessierte schnellstmöglichst melden würden (uschi.schubert@gmx.net).

Die Klausenpassstrasse im Gebiet Äbnet nach den Verbesserungen. (Bild: Hartmut Schubert)

Die Klausenpassstrasse im Gebiet Äbnet nach den Verbesserungen. (Bild: Hartmut Schubert)

Die Klausenpassstrasse im Gebiet Lini vor den Verbesserungen. (Bild: Hartmut Schubert)

Die Klausenpassstrasse im Gebiet Lini vor den Verbesserungen. (Bild: Hartmut Schubert)

Die Klausenpassstrasse im Gebiet Lini nach den Verbesserungen. (Bild: Hartmut Schubert)

Die Klausenpassstrasse im Gebiet Lini nach den Verbesserungen. (Bild: Hartmut Schubert)

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