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KLAUSENPASS: Passmarkt lockt wiederum viele Leute an

Am Sonntag fand auf dem Klausenpass der schon fast zur Tradition gewordene Passmarkt statt. Sowohl die Marktfahrer wie auch die Kunden schätzen die einmalige Atmosphäre.
An 24 Ständen konnten die Marktbesucher regionale Produkte kaufen. (Bild: Paul Gwerder (Klausenpass, 13. August 2017))

An 24 Ständen konnten die Marktbesucher regionale Produkte kaufen. (Bild: Paul Gwerder (Klausenpass, 13. August 2017))

Am Sonntag fuhren Hunderte von Velo-, Auto- und Töfffahrern auf den Klausenpass – und dies nicht nur wegen des schönen Spätsommertages, sondern vor allem wegen des Passmarktes. Dieser wird seit einigen Jahren jeweils abwechslungsweise auf dem Lukmanier-, dem Oberalp-, Gotthard- und dem Klausenpass von der Organisation Alpinavera durchgeführt. Diese vermarktet regionale Produkte aus den Kantonen Uri, Glarus, Graubünden und Tessin.

Viele Urner und Gäste aus den umliegenden Kantonen kamen denn gestern auch extra wegen des beliebten Marktes auf den Klausenpass. Die Besucher hatten dabei an 24 Ständen die Auswahl zwischen verschiedenen Alpkäsesorten, Wurst- und Fleischwaren, Tessiner Spezialitäten mit dem dazugehörigen Merlot, vielen Schnitzereien und zahlreichen handwerklich hergestellten Produkten. Einer der ersten Kunden unter dem imposanten Märcher Stöckli war der Altdorfer Alois Kempf. «Dies hier ist ein besonders schöner Ort und erst noch, wenn das Wetter wie heute stimmt», sagte Kempf. Zudem gefalle ihm, dass auf dem Markt ganz vielfältige Produkte angeboten würden.

«Heute läuft es ziemlich gut»

Der Besucheraufmarsch stimmte Franz Müller, Älpler auf der Trogenalp ob Unterschächen, zuversichtlich, dass er wieder ein gutes Geschäft machen kann. «Ich komme nun das fünfte Mal an diesen Markt, und für mich ist das etwas Besonderes», so Müller. «Denn hier kann ich meine Produkte selber vermarkten und zugleich Kontakte knüpfen.»

Auf der Trogenalp leben bei Müllers zwanzig Kühe und zehn Schweine. Aus der Milch werden der beliebte Alpkäse und «Mutschli» mit fünf bis sechs verschiedenen Geruchsmischungen hergestellt. Ebenso bot Müller Krapfen und Formaggini der zahlreichen Kundschaft an.

Claudia Arnold von der Alpkäserei Unterste Wang war ebenfalls mit einem Stand vor Ort. Die Alpkäserei befindet sich auf dem Urnerboden, nahe an der Grenze zum Kanton Glarus. «Wir gehö­ren noch zu den wenigen, welche die Milch heute immer noch über dem traditionellen Holzfeuer verarbeiten», sagte Arnold stolz und freute sich: «Heute läuft es hier recht gut. Denn es sind schon vor dem Mittag viele Touristen vorbeigekommen und haben auch etwas gekauft. Damit verdienen wir auch etwas.»

An einem Stand präsentierten zwei Frauen «Ürner Hüsgmachts», das sind Spezialitäten, die von Urner Bäuerinnen mit Freude und Fantasie produziert werden. «Ich bin sehr gerne an den Märkten dabei, denn hier lerne ich viele Kunden kennen», sagte Antonia Walker. An ihrem Stand gab es eine riesige Auswahl von Produkten – angefangen von Meringues, Kräuterbutter, Hauswürsten, Salatsaucen bis hin zu zahlreichen Brotaufstrichen.

Einkaufen und dabei Bekannte treffen

Zum Passmarkt auf dem Klausenpass kam auch aus Zürich der Heimweh-Urner Martin Arnold und seine Frau mit dem 30-jährigen Seitenwagengespann. «Wenn es geht, komme ich jedes Jahr hierher. Da treffe ich nicht nur alte Freunde und Bekannte, sondern kaufe immer Alpkäse und dazu am liebsten selbstgemachte Lebensmittel ein», erklärte Arnold.

Eine Marktfahrerin kam sogar aus dem Onsernonetal im Kanton Tessin und präsentierte ihren selbstgemachten Schmuck aus Schweizer Steinen. «Dies ist unsere Arbeit, welche ich mit meinem Mann herstelle. Und ich bin froh, wenn ich etwas davon verkaufen kann, denn das ist unser Lebensunterhalt.»

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

Hinweis

Die nächsten Passmärkte finden wie folgt statt: am 20. August auf dem Lukmanierpass, am 27. August auf dem Gotthardpass und 3. September auf dem Oberalppass – jeweils von 10 bis 16 Uhr.

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