Kletterpark Arnisee mit 16 Kletterrouten ist nun eröffnet

Der familienfreundliche Kletterpark Arnisee mit 16 Kletterrouten und dem Klettersteig «Adlerhorst» wurde vergangenen Samstag eröffnet. Damit ist das Naherholungsgebiet Arni um eine Attraktion reicher.

Georg Epp
Drucken
Teilen
Annika und Raffael, die beiden Kinder von Mario Fullin testeten bereits Ende Mai den Klettersteig «Adlerhorst» und zeigten sich hell begeistert.

Annika und Raffael, die beiden Kinder von Mario Fullin testeten bereits Ende Mai den Klettersteig «Adlerhorst» und zeigten sich hell begeistert.

Bild: Georg Epp (Arni, 4. Juli 2020)

Am vergangenen Samstag hat Walter Arnold rund 35 Initianten, Sponsoren und Gäste zur Eröffnung des neu erstellten Kletterparks hoch über dem Arnisee begrüsst. Sepp Inderkum, der ehemalige Bergführer, Akkordeonist und jahrelanger Inhaber und Wirt im Hotel Tiefenbach, hatte die Idee, erklärt Walter Arnold. Er ist der Präsident der Luftseilbahngenossenschaft Intschi-Arnisee. Diese Idee begeisterte sofort und nach positiven Gesprächen gründeten Walter Arnold, Sepp Inderkum, Toni Fullin und Mirjam Lustenberger vom Restaurant Alpenblick im vergangenen Herbst die Interessengemeinschaft Piel-Flue «Kletterpark Arnisee».

Die beiden Flüeler Bergführer Toni und Mario Fullin haben eine Machbarkeitsstudie realisiert und kamen zum Schluss, dass der Erstfelder Gneis, aus dem der Fels in der Piel-Flue besteht, sich gut für einen Kletterpark eignet. Der Fels gehört der Korporation Uri und der Zustieg, der die ersten zehn Minuten auf dem Sunnigrätli-Weg verläuft und dann links auf einem ehemaligen Wanderweg unterhalb der Flue abzweigt, liegt auf EWA-Gebiet.

16 Kletterrouten und ein Klettersteig

Anfang Mai lag die Baubewilligung vor und die beiden Bergführer Toni und Mario Fullin, die zusammen schon mindestens 1000 Kletterseillängen eingerichtet haben, haben sofort mit den Bauarbeiten begonnen. Es entstanden 16 Kletterrouten mit Schwierigkeitsgrad 3a bis 7a und als absolutes Highlight gilt der 230 Meter lange Klettersteig «Adlerhorst». Hier kann ein genialer Panoramablick hinunter zum Arnisee und ins Reusstal hinab und hinauf genossen werden. Im Klettersteig «Adlerhorst» überwinde man in eineinhalb bis zwei Stunden 140 Höhenmeter mit Schwierigkeitsgrad K2-K4, so Arnold. Den Kletterpark mit Ausgangspunkt Arnisee erreicht man in rund 20 Minuten. Im Berggasthaus Alpenblick könne das Klettermaterial gemietet oder gekauft werden. Arnold erklärt:

«Unser Ziel war, etwas Sanftes zu realisieren, die Natur wenig zu beeinträchtigen, um dem Arni eine weitere Attraktion zu bieten.»

Die IG Piel-Flue «Kletterpark Arnisee» betreibt den Kletterpark als gemeinnützige Non-Profit-Organisation. Die Kosten belaufen sich auf rund 35'000 Franken. Auch wenn ein Teil mit Geldern der «Neuen Schweizer Regionalpolitik» von Bund und Kanton gedeckt wird, ist die IG noch auf Sponsorenbeiträge angewiesen. Walter Arnold freute sich, dass die neue Attraktion auf dem Arni auch von den beiden Bergbahnen Intschi-Arnisee, Amsteg-Arnisee, sowie den beiden Restaurants Gasthaus Arnisee und Berggasthaus Alpenblick und auch von der Sennhütte unterstützt wird. Er und seine IG-Mitglieder zeigen sich überzeugt, dass mit dem Kletterpark das Naherholungsgebiet Arni nochmals aufgewertet wird. Er meinte: «Unser Ziel war, etwas Sanftes zu realisieren, die Natur wenig zu beeinträchtigen, um dem Arni eine weitere Attraktion zu bieten.» Er bedankte sich bei seinen IG-Mitgliedern für die gute Zusammenarbeit, bei den Bewilligungsbehörden, der Korporation Uri als Eigentümer, dem EWA, den Machern Toni und Mario Fullin und dem Kanton für den grosszügigen Beitrag und allen Sponsoren.

Vor 10 Jahren wurde bereits versucht, einen Kletterpark zu gründen

Mit einer goldenen Routentafel mit dem Namen «am Sepp si Traum» bedankte sich Walter Arnold speziell beim Initianten Sepp Inderkum. Er lobte seine unglaubliche Energie, Schaffenskraft und sein Organisationstalent. Sepp, der kürzlich seinen 80. Geburtstag feierte, erwiderte den Dank und meinte: «Das Arni bietet nach wie vor einen Genuss der Natur mit einmaligem Panoramablick vom Kletterpark aus.» Mit Walter Arnold habe er einen bergsportbegeisterten Partner gefunden und mit Toni Fullin und Mirjam Lustenberger die IG komplettiert.

Ein erster Versuch, den Kletterpark zu realisieren, scheiterte vor 10 Jahren. Nun zeigte Walter Arnold sich glücklich, dass es geklappt hat. Anstelle von IG-Mitglied Toni Fullin, der sich für die Eröffnungsfeier entschuldigen musste, erläuterte Mario Fullin den Werdegang des Kletterparks im Detail. Er erklärt: «Der Klettersteig ist familienfreundlich, aber anspruchsvoll und schliesslich eine rundum gelungene Sache.»

Mit Stolz den Flyer präsentiert

Mit der kleinen Eröffnungsfeier wurde auch der neu geschaffene Flyer mit allen Details des Kletterparks präsentiert.

Falzflyer_KletterparkArnisee.pdf

Im Namen der Gemeinde und des Tourismus Gurtnellen bedankte sich Gemeindevizepräsidentin Rosmarie Zgraggen bei allen Beteiligten: «Das Arni gehört zu Gurtnellen und bleibt unser touristisches Aushängeschild.» Sie gratulierte allen Beteiligten, die das «Superprojekt» realisierten. Mit einem Apéro, offeriert von der Sennhütte Schilter und mit Wein von Bruno Steinmann, Badoux Weine Aigle wurde der Kletterpark beim Restaurant Alpenblick ausgiebig gefeiert.