Klimawandel macht auch nicht vor Uri Halt: 70 junge Urner gingen in Altdorf auf die Strasse

In Altdorf haben letzten Freitag Aktivistinnen und Aktivisten griffigere Massnahmen gegen den Klimawandel gefordert. Sie forderten die Politik und Bevölkerung dazu auf, ihre «Untätigkeit» zu beenden.

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(stp) Trockenheit und Hitze im Sommer, immer weniger Schnee im Winter. Unter diesen Phänomenen litt auch der Kanton Uri in den letzten Jahren, wie das Urner Klimastreikkomitee in einer Mitteilung schreibt. Laut Wissenschaft nehmen die Hitzesommer und schneefreie Wintertage stetig zu. Die Alpenräume seien besonders betroffen von den steigenden Temperaturen.

Die Uhr tickt: In Altdorf wurde gegen den Klimawandel protestiert.

Die Uhr tickt: In Altdorf wurde gegen den Klimawandel protestiert.

Bild: PD

Dies berge grosse Gefahren, schreiben die Verantwortlichen weiter. In den Alpen befinden sich besonders sensible Ökosysteme wie die wasserspendenden Gletscher oder die Permafrostböden. Beides beginnt zu tauen und bis jetzt festgefrorene Gesteinsblöcke werden mobil. Mehr Murgänge und grössere Steinschläge sind gemäss Mitteilung die Folge. Dies wiederum zerstöre die Infrastruktur im Tal oder könne sogar Menschenleben kosten.

Die jungen Urner bereiten sich auf die Demonstration vor.

Die jungen Urner bereiten sich auf die Demonstration vor.

Bild: Urs Hanhart

Klimawandel ist menschengemacht

Die wichtigen Bannwälder leiden in Uri gemäss Meldung auch immer stärker unter dem Klimawandel. Die Trockenheit und der Borkenkäfer setzten den Fichten arg zu. Es werde immer schwieriger, die Schutzfunktion der Wälder aufrechtzuerhalten. Dies sei nur ein Beispiel von vielen, dass uns die negativen Auswirkungen der Klimaerwärmung vor Augen führt.

So wehrt sich die Klimajugend.

So wehrt sich die Klimajugend.

Bild: Urs Hanhart

Doch was kann man nun dagegen unternehmen? Wie kann ein Individuum sich dagegen wehren? Einige werden mit der Taktik «leugnen» sich selbst einreden, dass die Erde schon immer Temperaturschwankungen ausgesetzt war. Doch wer auf aktuelle Forschung und die Meinung von 99 Prozent aller Klimawissenschafterinnen und Klimawissenschafter hört, wird wissen, dass dies ein menschengemachter Temperaturanstieg in Folge des CO2-Ausstosses ist.

Die Klimajugend in Altdorf setzt sich für griffige Massnahmen ein.

Die Klimajugend in Altdorf setzt sich für griffige Massnahmen ein.

Bild: Urs Hanhart

Ein wichtiger Schritt ist gemäss Klimakomitee, endlich die Augen aufzumachen und sich für den Klimaschutz einzusetzen. So wie es über 70 Demonstrantinnen und Demonstranten letzten Freitag in Altdorf und über 14’000 Personen schweizweit taten. Laut und farbenfroh setzten sie ein Zeichen für griffige Klimaschutzmassnahmen und gegen die Untätigkeit in der Politik und der Bevölkerung.

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