Knapp 5000 Mitarbeiter in Uri von Kurzarbeit betroffen

Die Zahl Corona-Fälle liegt in Uri bei 62, eine Person verstarb, 6 Personen sind zurzeit hospitalisiert, 26 gelten als geheilt.

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Der Kantonale Führungsstab (Kafur) hat die Weisungen zur Umsetzung der «COVID-19-Verordnung 2» des Bundesrats im Kanton Uri erneut an die Gegebenheiten angepasst und ergänzt, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die aktuelle Anpassung betrifft die Regelung zu Autowaschstrassen (inkl. Selbstbedienungswaschboxen), die im Kanton Uri im Einklang mit dem Bund geschlossen sein müssen. Ebenso wurde eine Präzisierung hinsichtlich Ausnahmen von Natur- und Komplementärmedizinpraxen vorgenommen: Behandlungen und Therapien sind nur «in dringenden Fällen» erlaubt. Die angepassten Ordnungen sind hier zu finden und treten am Samstag, 4. April, in Kraft.

Zudem hat der Führungsstab zur Kenntnis genommen, dass bis anhin 538 Unternehmen mit insgesamt 4969 Mitarbeitenden im Kanton Uri Anträge auf Kurzarbeit eingereicht haben.

Starke Auswirkungen auf Berufsbildung

In einer weiteren Mitteilung beleuchtet die Bildungsdirektion die Auswirkungen der aktuellen Krise auf die Berufsbildung. Diese würde eine grosse Herausforderung darstellen. «Insbesondere die Ungewissheit in Bezug auf den konkreten Ablauf der Qualifikationsverfahren und der Berufsmaturitätsprüfungen ist für die betroffenen Lernenden, Eltern, Lehrbetriebe, aber auch für Chefexpertinnen und Experten eine Belastung», so die BKD.

Zurzeit seien die Verbundpartner, also Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt, an der Lösungsfindung. «Bis entsprechende schweizweit gültige Weisungen und Regelungen kommuniziert werden, müssen sich alle Anspruchsgruppen gedulden.» Am 9. April 2020 ist ein «Spitzentreffen der Berufsbildung» geplant. Anlässlich dieses Treffens soll eine Einigung über das konkrete weitere Vorgehen erzielt werden.

«Das Amt für Berufsbildung Uri dankt allen Beteiligten, insbesondere den Lernenden, für die unter diesen Vorzeichen notwendige Geduld. Allen an der Berufsbildung Mitwirkenden gebührt ein grosses Dankeschön für den Einsatz in dieser herausfordernden Zeit», heisst es in der Mitteilung.

Die Mitarbeitenden des Amts stünden bei Fragen und Anliegen gerne zur Verfügung, so die BKD