Knapp am Tod vorbei: Urner überlebt 80-Meter-Sturz

Ein 14-jähriger Urner hatte beim Skifahren abseits der Piste viel Glück: Der junge Freerider war am Montag allein in einem wenig befahrenen Gebiet auf der Ostseite des Gemsstocks unterwegs.

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Er stürzte zwischen zwei Felsbändern rund 80 Meter in die Tiefe, zog sich dabei eine Unterschenkelfraktur zu und konnte sich nicht mehr selber fortbewegen.

Mit der Seilwinde geborgen

Der Unfall ereignete sich abseits der markierten Pisten. Der Knabe trug weder ein Natel noch ein Lawinenverschüttetensuchgerät bei sich. Auch hatte er vorgängig niemanden über die Route informiert, die er befahren wollte. Der bereits leicht unterkühlte Variantenfahrer wurde nach rund einer Stunde von deutschen Freeridern entdeckt. Diese konnten den Rettungsdienst alarmieren. Der Verletzte wurde in der Folge vom Rega-Arzt im steilen Gelände erstversorgt und danach per Seilwindeneinsatz gerettet.

«Der Knabe hatte in mehrfacher Hinsicht Glück im Unglück», sagte Pisten- und Rettungschef Carlo Danioth gestern. «Er wurde nur per Zufall gefunden. Wäre er weiter oben in diesem nur wenig befahrenen Gebiet liegengeblieben, hätten ihn die deutschen Skifahrer wohl kaum entdeckt.» Und Glück zum Dritten: «Wäre eine Suchaktion ausgelöst worden, hätten wir ihn wohl erst in dritter Priorität im Unfallgebiet gesucht», so Danioth. «Ich vermute, dass er die Nacht nicht überstanden hätte.»

Bruno Arnold / Neue UZ