Köbi Meile macht bei seinem Referat in Altdorf kranken Menschen Mut

Der Toggenburger ist überzeugt, dass Menschen die Möglichkeit haben, sich durch positive Gedanken selber zu heilen.

Paul Gwerder
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Köbi Meile will kranken Menschen zeigen, welche Wirkung positive Gedanken haben können.

Köbi Meile will kranken Menschen zeigen, welche Wirkung positive Gedanken haben können.

Bild: Paul Gwerder (Altdorf, 27. Januar 2020)

Zum Vortrag von Köbi Meile sind am vergangenen Montagabend ein paar Dutzend Personen ins Kolpinghaus in Altdorf gekommen, darunter erstaunlich viele junge Frauen und Männer. Der 78-jährige Referent aus dem Toggenburg mit seinem weissen Vollbart, dem Edelweisshemd und Hosenträgern mit Edelweissstickereien beeindruckte die Leute im Saal mit seiner sanftmütigen Stimme und dem Lächeln im Gesicht.

Meile ist im wahrsten Sinn ein wandelnder Glücksbote und sagte einleitend: «Ich heile nicht selber, sondern zeige nur den Weg auf, wie jeder Mensch sich selber heilen kann.» Er machte jedoch die Zuhörer ganz klar darauf aufmerksam, dass diese Methode niemals den Arzt, Medikamente oder eine Therapie ersetzen kann, jedoch eine gute Unterstützung ist.

Positive Gedanken fördern den Heilungsprozess

Köbi Meile erzählte, dass er schon in jungen Jahren mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Als er von der Coué-Technik und den Spontanheilungen hörte, dachte er sich: «Schön wär’s, jedoch glauben kann ich nicht, dass wir uns selbst heilen können im Bereich der Möglichkeit. Als ich dann noch ein Büchlein über diese Technik las, sagte ich mir: ‹Wenn das stimmt, was in diesem Büchlein geschrieben steht, dann ist das meine Rettung.› Nur kurze Zeit später ging ich an einen Vortrag über die Coué-Technik und seit dann ging es mir gesundheitlich immer besser.»

Das Wichtigste, um gesund zu werden oder die Schmerzen zu lindern, seien positive Gedanken. «Wer täglich daran denkt, wie schlecht es ihm geht mit diesen Schmerzen, dem geht es tatsächlich von Tag zu Tag schlechter.» Klar sei es schwierig, positive Gedanken zu haben, wenn der Mensch den ganzen Tag leidet. Meile zeigte anhand von vielen Beispielen, wie das geht: «Wer hat das noch nicht gehört, ich habe wieder einmal Kopfschmerzen wegen dem Föhn.» Die Leute denken dabei schon negativ, denn sie glauben daran, dass tatsächlich der Föhn schuld sei. Oder wir können auch ein Unglück herbeireden: «Wenn die Mutter tagtäglich ihrem Kind sagt, das es nicht auf den Baum steigen soll, denn sonst stürze es ab, dann passiert das möglicherweise tatsächlich einmal.» Deshalb betonte Meile: «Wir können mehr, als wir ahnen, und sind stärker, als wir denken.»

Auch die Sattlerei hat profitiert

Köbi Meile fragte in die Runde, ob jemand unter Schmerzen leidet. Erstaunlicherweise trauten sich einige, sich zu melden und nahmen vorne beim Referenten Platz. Erfolgreich sei die Weg-weg-weg-Methode, so Meile. Dabei müssen die schmerzgeplagten Personen immer und immer wieder diese Wörter anwenden, sei es bei Rücken-, Zahn- oder auch bei Kopfschmerzen. Sogar Warzen könnten damit vertrieben werden. Es wird in Hinsicht auf einen Schmerzpunkt einige Zeit und mehrmals hintereinander mit Betonung der Worte schnell aufeinanderfolgend «weg-weg-weg» ausgesprochen.

Meile gab auch den Rat, nie einen Schuldigen für die Schmerzen zu suchen, denn das bringt nichts. Er fügte an: «Es gibt nichts Sinnloses im Leben, denn alles hat seinen Grund.» Weiter empfahl er den Leuten im Saal, sich jeden Morgen genau im Spiegel zu betrachten, denn das Gegenüber ist immer der wertvollste Mensch auf der Welt. «Sie entscheiden mit ihren positiven oder auch negativen Gedanken am Morgen, ob es heute einen guten Tag gibt oder nicht», betonte Meile, der schon seit bald 40Jahren Erfahrung in diesem Bereich gesammelt hat, sei es bei seinen vielen Vorträgen oder durch die Menschen, welche ihn zu Hause besuchen.

Auch sein Geschäft, eine Sattlerei, lief dank der positiven Gedanken immer besser, «denn ich sagte mir jeden Tag ‹Wunderbar, wie der Karren läuft›, und es wurde tatsächlich immer besser». Auch der Spruch von Meile kommt bekannt vor und erinnert an autogenes Training: «Es geht mir mit jedem Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser.» Abschliessend gab er den Zuschauern folgenden Rat mit auf den Heimweg: «Heilet euch selber, denn damit wird das Selbstvertrauen gestärkt.»