KoKoTé verkauft Taschen und Accessoires aus Uri neu in der Zürcher Altstadt

Das Bildungs- und Arbeitsintegrationsprojekt KoKoTé – die Manufaktur für Taschen und Accessoires aus Uri – ist auf Erfolgskurs. In der Altstadt Zürichs hat eben der erste KoKoTé-Laden eröffnet.

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Gross ist die Vorfreude auf die ersten Kundinnen und Kunden im neu eröffneten KoKoTé-Laden für Taschen und Accessoires aus Uri am Neumarkt 20 in der Zürcher Innenstadt.

Gross ist die Vorfreude auf die ersten Kundinnen und Kunden im neu eröffneten KoKoTé-Laden für Taschen und Accessoires aus Uri am Neumarkt 20 in der Zürcher Innenstadt.

Bild: PD

(sez) Erst letzten Herbst wurde die Marke KoKoTé lanciert, nun öffnet bereits der erste Laden in der Altstadt Zürichs. Das Bildungs- und Arbeitsintegrationsprojekt aus Uri ist auf Erfolgskurs. Der Neumarkt in Zürich ist ein beliebter Treffpunkt für die Quartierbewohner des Zürcher Niederdorfs, zieht durch die speziellen Läden Kundschaft aus der ganzen Region und durch seine historische Kulisse Touristen aus aller Welt an. An ebendiesem Ort eröffnete KoKoTé – die Urner Manufaktur für Taschen und Accessoires – am 18. September das erste Ladengeschäft.

Erfolgreiche Integration in den Schweizer Arbeitsmarkt KoKoTé ist die neue Marke der JLT Company AG, dem Bildungs- und Arbeitsintegrationsprojekt mit Manufaktur im urnerischen Schattdorf, gegründet vom Urner Unternehmerpaar Franz Huber und Yvonne Herzog. Im Betrieb werden ältere Flüchtlinge ausgebildet und besser in den Schweizer Arbeitsmarkt integriert, sodass ein selbstbestimmtes Leben in der Schweiz möglich ist. Bereits wurden mehrere Lernende bis zur LAP begleitet und haben eine Stelle in einem Schweizer Unternehmen gefunden. Doch das erklärte Ziel von KoKoTé ist es auch, wirtschaftlich erfolgreich Taschen und Accessoires, aus nachhaltigen Materialien in der Urner Manufaktur gefertigt, zu verkaufen, um das Projekt nachhaltig zu finanzieren. Dieses Ziel hat einen gewaltigen Schub erhalten, als vor ein paar Jahren der renommierte dänische Designer Carsten Jörgensen zum Projekt stiess und in enger Zusammenarbeit mit den Flüchtlingen die neue Marke KoKoTé und die neue Produktlinie entwickelte. Das zeitlose und formschöne Design entspricht dem Zeitgeist.

Durch schweizweites Crowdfunding zum Erfolg

Schnell entstand die Idee, einen Laden zu eröffnen. «Wir wollen zu den Kunden hin. Die Produkte sollen angefasst werden können, und wir möchten unsere Bekanntheit steigern», drückt es die Geschäftsleiterin Carol Hochuli aus. In kürzester Zeit wurden über eine Wemakeit-Crowdfunding-Kampagne über 60'000 Franken für einen Store gesammelt. Sowohl die Schweizer Bevölkerung wie auch das Netzwerk der Initianten Franz Huber und Yvonne Herzog unterstützten das Projekt. «Wir waren überwältigt vom Erfolg des Crowdfunding-Projekts und fühlten uns sehr ermutigt in unserem Vorhaben», meint Franz Huber.

Zürich ist «the place to be»

Das Finden eines geeigneten Ladenlokals war herausfordernder als gedacht. «Zürich ist ‹The place to be›, wenn es um Mode, Innovation und Zeitgeist geht», ist Carol Hochuli überzeugt. Am Zürcher Neumarkt wurde KoKoTé fündig. Der preisgekrönte Designer Jörgensen setzt sich dieser Tage mit der Ladeneinrichtung auseinander, und die letzten Vorbereitungen laufen für die Eröffnung am 18. September. «Wir können es nicht erwarten, mit Kundinnen und Kunden direkt ins Gespräch zu kommen und erste Erfahrungen mit einem eigenen Laden mitten in der Zürcher Innenstadt zu sammeln», meint Francine de Reynier, Mitinitiantin von KoKoTé.