Kolumbianischer Fotograf stellt seine Werke aus

Im Rahmen eines nationenübergreifenden Programms konnte Juan Pablo Marin während mehrerer Wochen ein Kunstprojekt verwirklichen. Nun zeigt er seine Arbeit in der Alten Kirche in Göschenen.

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Eines der Bilder des kolumbianischen Fotografen Juan Pablo Marin, die im Rahmen seines Aufenthalts in Göschenen entstanden sind. (Bild: Juan Pablo Martin)

Eines der Bilder des kolumbianischen Fotografen Juan Pablo Marin, die im Rahmen seines Aufenthalts in Göschenen entstanden sind. (Bild: Juan Pablo Martin)

(pd/pz) In Zusammenarbeit mit der Stiftung für nachhaltige Entwicklung der Bergregionen (FDDM), der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) und der Stiftung Kunstdepot Göschenen hat sich der Kanton Uri erstmals am Programm Smart (Sustainable Mountain Art) beteiligt. Das Programm bietet Fotografen aus Bergregionen der ganzen Welt die Möglichkeit, für rund drei Monate in der Schweiz ein Kunstprojekt zu verwirklichen.

Uri nahm in diesem Jahr erstmals am Programm teil. «Ich freue mich sehr, dass in Uri dank zahlreicher Partner dieser Atelieraufenthalt und die abschliessende Ausstellung möglich gemacht wurden», lässt sich Sarah Huber, Projektleiterin von Smart, in einer Medienmitteilung der Bildungs- und Kulturdirektion zitieren.

Er lässt sich von Kristallen faszinieren

Der Fotograf Juan Pablo Marin weilt seit Anfang April in Göschenen. In den vergangenen Wochen hat der in der kolumbianischen Stadt Armenia geborene Künstler den Kanton Uri erkundet. In zahlreichen Gesprächen und Begegnungen hat er sich mit dem Thema Kristalle und mit den Strahlnern auseinandergesetzt. «Kristalle faszinieren mich. Sie wachsen inmitten der rohen Bergwelt unentdeckt während Millionen von Jahren, bevor es gelingt, sie ans Licht zu holen», sagt Juan Pablo Marin. Und so hat er Kristallsucher, Strahlner, die vom und mit dem Berg leben, porträtiert und lässt sie zu Wort kommen. «Ich möchte mit meinen Bildern einen Eindruck ihrer Leidenschaft für die Mineralien und ihre Liebe zu den Bergen vermitteln.»

Bildungs- und Kulturdirektor Beat Jörg freut sich, dass Uri erstmals am Programm Smart teilgenommen hat: «Es ist spannend zu sehen, wie Juan Pablo Marin unseren Kanton wahrnimmt und mit welchen Themen er sich beschäftigt hat.» Mit dem Fokus auf das Strahlen habe der kolumbianische Fotograf mit sicherem Gespür ein prägendes Urner Thema für sich entdeckt und eigenständig umgesetzt.

Am 21. Juni, 17.30 Uhr, zeigt Juan Pablo Marin sein Werk anlässlich der Vernissage seiner Ausstellung in der Alten Kirche Göschenen. Nach seiner Rückkehr nach Kolumbien wird sein in Uri entstandenes Werk auch in seiner Heimat gezeigt.

Die Ausstellung in der Alten Kirche Göschenen ist vom 21. Juni bis am 31. August jeweils am Wochenende von 11.30 bis 16.30 Uhr offen.