Kombination aus Taxi und Bus fährt jetzt in Andermatt

Das «Mybuxi» sorgt für Mobilität auf Abruf. Seit diesem Wochenende ist es im Urserntal unterwegs.

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Zum Start der Sommersaison in Andermatt nimmt das Mybuxi den Betrieb auf. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Bus und Taxi, die Bewohnerinnen und Bewohnern der Region, Angestellten der lokalen Betriebe und Gästen unabhängige Mobilität bietet – und dies zu günstigeren Preisen, als dies Taxis anbieten können, wie Andermatt Swiss Alps (ASA) in einer Medienmitteilung aufzeigt.

Mybuxi ist eine Kombination aus Bus und Taxi. Das Fahrzeug ist jetzt in Andermatt unterwegs

Mybuxi ist eine Kombination aus Bus und Taxi. Das Fahrzeug ist jetzt in Andermatt unterwegs

Bild: PD

Am Samstag haben die Gondelbahnen Gütsch-Express (Andermatt-Nätschen-Gütsch) und Schneehüenerstock-Express (Oberalppass-Platte-Schneehüenerstock) ihren Sommerbetrieb aufgenommen. Am gleichen Tag wurde als Pilotprojekt das Mybuxi im Urserntal lanciert. Das mit Ökostrom betriebenen Elektrofahrzeuge stand von 6 Uhr früh bis 1 Uhr morgens zum Einsatz bereit.

Das Mybuxi wird per App bestellt

«Das Angebot von Mybuxi dient als Ergänzung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln», schreibt die ASA. Die Fahrerinnen und Fahrer verfügten über eine Fahrlizenz und seien bei Mybuxi oder einem Partnertransportunternehmen angestellt und versichert.

Ein Fahrzeug von Mybuxi bestellt man via kostenlose App, die im App Store von Apple oder im Google Play Store zum Herunterladen bereitsteht. Sobald man sich mit Namen, E-Mail-Adresse und Handynummer als Nutzerin oder Nutzer registriert hat, kann man den Service nutzen. Man gibt Abholzeit, Abhol- und Zielort ein und wählt die Anzahl Fahrgäste aus. Unterwegs können andere Fahrgäste, die eine Fahrt in die gleiche Richtung gebucht haben, zusteigen. «Das ermöglicht ein sogenanntes Pooling› und lastet die Fahrzeuge optimal aus», so ASA.

Ein- und Ausstiegspunkt sind dabei virtuelle Haltestellen, die in der App ersichtlich sind. Die Fahrpreise richten sich nach der zurückgelegten Distanz und orientieren sich an den Ticketpreisen der öffentlichen Verkehrsmittel.

Die Region Andermatt/Urserntal wurde in drei Zonen eingeteilt, die Preise gelten pro Person:

Zone 1, Andermatt: 7 Franken

Zonen 1 und 2, Urserntal bis Göschenen: 12 Franken

Zonen 1, 2 und 3, Urserntal bis Wassen sowie Oberalp- und Gotthardpass: 17 Franken

Kinder bis 12 Jahre fahren kostenlos. Sie müssen von einer erwachsenen Person begleitet werden. Jugendliche bis 16 Jahre bezahlen 50 Prozent des Normaltarifs. Die Bezahlung erfolgt direkt im Fahrzeug per Twint, Kreditkarte oder bar.

Verein steckt hinter der Idee

«Das Mybuxi bringt die Passagiere genau dorthin, wo sie hinwollen. Sei es zum Ausgangspunkt einer Rundwanderung, zum Einkaufen ins Dorf oder zum Arztbesuch.» Die langen Betriebszeiten sorgten dafür, dass man frühzeitig zu einer Bergtour starten, aber auch beim Abendessen im Restaurant gemütlich sitzen bleiben könne.

Die Einführung von mybuxi im Urserntal verantwortet der Verein Alpine Mobility. Dieser verfolgt keine kommerziellen Zwecke und erstrebt keinen Gewinn. Eine Mitgliedschaft steht allen Interessierten offen. Je nach Mitgliedschaftsart variieren die Höhe des Beitrags plus der Grad an Mitsprache und Mitwirkung. «Die Mitglieder profitieren von diversen Vorteilen wie reduzierten Fahrpreisen, eigenen virtuellen Haltestellen und der Beteiligung am Betriebsergebnis», schreibt ASA. «Zudem erhalten sie Zugang zu innovativen, richtungsweisenden Projekten im Mobilitätsbereich.» (PD/zf)

Hinweis

Mehr Infos auf der Website: www.alpinemobility.ch.

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