KOMMENTAR: Ferienhäuser auf Arni: fehlendes Fingerspitzengefühl

Redaktor Matthias Stadler zu den geplanten Ferienhäusern auf dem Hinterarni.

Matthias Stadler, Redaktor
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Matthias Stadler

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Gleich elf Ferienhäuser will die Arnihaus AG auf dem Hinterarni bauen. Dass sich gegen die Überbauung auf dem EWA-Grundstück nun Widerstand formt, kann kaum über­raschen. Das Arni ist unter Naturlieb­habern bekannt, der See und die Berge locken unzählige Besucher an. Und wenn es um die Bergidylle geht, kennen Schweizer kein Pardon. Das zeigt die Annahme der Zweitwohnungsinitiative, welche in diesem Fall wohl nicht greift.

Die Verantwortlichen scheinen sich ob der Einwände aber nicht zu stören. Sie weisen auf die Chancen hin und planen ein Projekt, das Rendite abwerfen soll, statt eines, das den Segen der Nachbarn und Wanderer erhält. Den Vorwurf der fehlenden Verhältnismässigkeit müssen sie sich gefallen lassen. Weniger wäre in diesem Projekt mehr. Das würde die Gemüter beruhigen und wäre schöner für das Arni. Wenn die Verantwortlichen die Rückendeckung der Bevölkerung wollen, sollten sie das Projekt überarbeiten und verkleinern. Mit dem nötigen Fingerspitzengefühl.

Matthias Stadler, Redaktor

matthias.stadler@urnerzeitung.ch