KOMMUNALE ABSTIMMUNGEN: Schattdorf kann Mehrzweckgebäude bauen

In sechs Urner Gemeinden fanden am Sonntag Abstimmungen und Wahlen statt. Dabei sagten die Stimmbürger Ja zu mehreren Millionenprojekten.

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So soll das neue Mehrzweckgebäude Grundmatte aussehen. (Bild: PD)

So soll das neue Mehrzweckgebäude Grundmatte aussehen. (Bild: PD)

Mit 1255 Ja zu 379 Nein wurde in Schattdorf ein Kredit von 1,847 Millionen Franken für den Bau eines Mehrzweckgebäudes in der Grundmatte gutgeheissen. Darin sollen Ringerriege und Blauring Platz finden. Ins Gebäude integriert wird das Jugendlokal. Zudem wird in den Räumlichkeiten auch der Werkhof der Gemeinde untergebracht. Nach der Zustimmung der Schattdorfer zum Kredit, kann im Herbst mit dem Bau des zweigeschossigen Lokals begonnen werden. Die bestehenden Baracken werden abgerissen.

Quelle soll neu gefasst werden

In Seelisberg wurde an der Urne ein Kredit von 2 Millionen Franken mit 164 Ja zu 51 Nein angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei 46 Prozent. Damit soll die Quelle Egglen neu gefasst werden. Mit dem Projekt sollen sowohl die benötigte Wassermenge als auch die geforderte Qualität und die Notfallversorgung in Seelisberg künftig sichergestellt werden. Für die Projektausführung sind mehrere Etappen geplant. Es wird mit einer Bauzeit von rund 3 Jahren gerechnet.

Pumpwerk muss saniert werden

In Attinghausen hiessen die Stimmbürger an der Urne einen Kredit von 252 000 Franken für die Sanierung des Pumpwerks Eyelen gut. 380 Ja standen 32 Nein gegenüber. Die Stimmbeteiligung lag bei 37 Prozent. Mit der Sanierung kann die Wasserversorgung sichergestellt werden. Attinghausen hat eigenes Quellwasser. In den Wintermonaten und in längeren Trockenphasen kann es jedoch vorkommen, dass die Quellgebiete zu wenig Trink- und Löschwasser liefern. Um jederzeit über genügend Wasser zu verfügen, ist Attinghausen auf das Pumpwerk Eyelen angewiesen. Bei Bedarf werden die Reservoire mit Grundwasser ergänzt. Damit die Verfügbarkeit und Qualität von Trink- und Löschwasser auch weiterhin durch die eigene Wasserversorgung gewährleistet werden kann, ist es notwendig, dass das in die Jahre gekommene Pumpwerk saniert wird.

Bei 122 Ja und 24 Nein wurde in Göschenen ein Kreditbegehren in der Höhe von 260 000 Franken klar gutgeheissen. Diskussion. Damit soll die Wasserleitung im Abschnitt Haus zur Säge bis zur Zollbrücke saniert werden. Die Stimmbeteiligung lag bei 44,8 Prozent.

Leitung muss ersetzt werden

In Wassen wurde mit 112 Ja zu 11 Nein ein Kreditbegehren von 210 000 Franken deutlich angenommen. Damit soll die Wasserleitung durch die Reuss bei Wattingen ersetzt werden. Diese ist über die Jahre zum Teil stark freigespült worden. Es ist möglich, dass sie nicht mehr dicht ist. Zudem besteht die Gefahr, dass die Leitung bei einem Hochwasser mitgerissen wird. Die Wasserleitung muss dringend ersetzt werden. Die Anschlüsse an die bestehende Wasserleitung auf der östlichen und westlichen Seite müssen ebenfalls neu erstellt werden. Auf der westlichen Seite muss zusätzlich noch ein Schieber eingebaut werden. Die Stimmbeteiligung lag in Wassen bei 40 Prozent.

In Gurtnellen wurde ein neuer Gemeindeverwalter gewählt. Bei 141 gültigen Stimmen wurde Marcel Echser-Sicher, Lindenhof, Gurtnellen Wiler, mit 131 Stimmen gewählt. Die Stimmbeteiligung lag bei 33 Prozent.

Markus Zwyssig