KONKORDAT: Behinderte Kinder werden in Schule integriert

Uri sagt Ja zum Sonderpädagogik-Konkordat. Behinderte Kinder werden jetzt in die Volksschule integriert.

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Kinder mit einer Behinderung werden künftig in die Volksschule integriert werden. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Kinder mit einer Behinderung werden künftig in die Volksschule integriert werden. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Das Sonderpädagogik-Konkordat ist von der Urnerinnen und Urner mit 6266 Ja-Stimmen-Anteil zu 5202 Nein-Stimmen angenommen worden. Die Stimmbeteiligung betrug 46,3 Prozent.

Mit diesem Entscheid werden Schüler mit Behinderungen in die normale Volksschule integriert. Sie müssen nicht in eine Sonderschule gehen. Alle Urner Parteien, ausser die SVP, und die Regierung standen hinter dem Beitritt zum Konkordat. Für die Regierung war klar: «Uri will ein erstklassiges Bildungssystem. Dazu gehört auch ein entsprechendes Angebot im Bereich der Sonderpädagogik.»

Finanzausgleich als Hintergrund
Hintergrund des Konkordats ist die neue Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen im Rahmen des Finanzausgleichs (NFA). Seither sind die Kantone allein für die besondere Schulung von Kindern und Jugendlichen und für die sonderpädagogischen Massnahmen verantwortlich. Der Entscheid aus Uri hat keinen Einfluss darauf, ob das Konkordat Anfang 2011 wie geplant in Kraft tritt oder nicht, da bereits elf andere Kantone den Beitritt beschlossen haben. Dazu gehören auch Luzern und Obwalden.

rem/zim