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Konkurrenz für Uri aus Graubünden

Das Bundesamt für Sport sucht nach einem Standort für ein Wintersportzentrum. Andermatt ist ein heisser Kandidat, doch jetzt wird das Bündner Parlament aktiv.
Eröffnet das Bundesamt für Sport ein Wintersportzentrum in Andermatt, dürften auch die Schlittelpisten rege benutzt werden. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Eröffnet das Bundesamt für Sport ein Wintersportzentrum in Andermatt, dürften auch die Schlittelpisten rege benutzt werden. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Das Bündner Parlament beauftragte die Kantonsregierung, mögliche Standorte für ein Nationales Zentrum für Wintersport zu suchen und sie beim Bund einzubringen. Dass Graubünden von einem solchen Zentrum profitieren würde, war im Parlament unbestritten. Der Auftrag aus den Reihen der FDP wurde einstimmig überwiesen. Die Kantonsregierung sei an einem Nationalen Wintersportzentrum sehr interessiert, sagte Erziehungsdirektor Martin Jäger. Nach ersten Schätzungen rechne der Bund im Zentrum mit 46'000 Übernachtungen pro Jahr. Dies entspräche rund einem Prozent der Logiernächte im Kanton Graubünden. Die Regierung sieht im Wintersportzentrum auch einen Werbeträger für den Tourismus. Viele Teilnehmer von Sportlagern und -kursen würden erfahrungsgemäss bei anderen Gelegenheiten an den Kursort zurückkehren. Zudem könnten dank einem Wintersportzentrum die im Bündner Olympiaprojekt nur temporär geplanten Sportanlagen teilweise als dauerhafte Einrichtung realisiert werden. Die Exekutive will darum den Verein Olympische Winterspiele Graubünden 2022 die Machbarkeit des Zentrums in Davos abklären lassen.

Konkurrenz zu Andermatt

Mit seinem Anliegen versucht Graubünden auf einen fahrenden Zug aufzuspringen. Das Bundesamt für Sport (BASPO) prüft derzeit die Realisierbarkeit des Wintersportzentrums in Andermatt. Erziehungsdirektor Jäger warnte das Parlament vor zu grossen Hoffnungen. Es werde schwierig sein, den Bund von Andermatt abzubringen. Immerhin sei der Standort laut Sportminister Ueli Maurer aber nicht in Stein gemeisselt.

Gute Infrastruktur im Kanton Uri

Andermatt ist im Fokus, weil dort ein Grossteil der Infrastruktur innerhalb des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) schon vorhanden ist. Zudem ist der Ort zentral gelegen und mit dem privaten und dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar.

In Graubünden hofft man, die peripherere Lage durch vielseitigere Sportmöglichkeiten wettzumachen. Davos etwa biete neben dem Schneesport auch eine Infrastruktur für den Eissport.

sda/rem

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