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Konzert schlägt Brücken von Uri ins Tessin

Am Freitag, 9. November 2018, präsentiert Marco Santilli im Theater Uri ein Musikprojekt, das mit Leichtigkeit Verbindungen schafft zwischen Uri im Norden und dem Tessin im Süden.
Klarinettist Marco Santilli (rechts) bringt mediterrane Leichtigkeit ins Theater Uri. (Bild: PD)

Klarinettist Marco Santilli (rechts) bringt mediterrane Leichtigkeit ins Theater Uri. (Bild: PD)

Was für eine tolle Sache! Der Atem der Alpen! Es ist Musik. Aber nicht nur. Es ist Geschichte. Aber nicht nur. Es ist musikalische Geschichte. Oder geschichtliche Musik. Ganz und gar.

Marco Santillis Projekt «La Stüa – die Stube» ist eine klangvolle Reise in seine Vergangenheit. Ein Versuch, den Norden mit dem Süden zu verbinden. Die durch das Gotthardmassiv heraufbeschworene Trennung aufzuheben. Oder wenigstens zu mildern.

Vom Zürcher «Böögg» zum «Tango aus Wassen»

Als Jugendlicher half er manchmal im Museo di Leventina aus. Da kam der Junge aus Giornico erstmals mit Zürchern in Kontakt. «Vielleicht waren es auch Berner oder Basler», sinniert er lächelnd. Für ihn waren sie jedoch alle Zürcher. Wen wundert’s also, dass Santillis Reise, auf die er sich mit acht anderen Musikern begibt, in der Limmatstadt beginnt. Mit einer Hymne auf den «Böögg». «Sächsilüüte» heisst das erste Musikstück und ist als Verarbeitung seines Kindheitstraumas gedacht. «Dieser brennende Strohmann, dem irgendwann der Kopf birst, hat mir schon Eindruck gemacht», gesteht der Tessiner Künstler.

Auf den klingenden «Böögg» folgt der «Tangu da Wassen», der mit Tango so gar nichts am Hut hat. «Tango aus Wassen» nannten die Leventineser die Deutschweizer Volksmusik, klärt der bärtige Klarinettist auf.

Weiter geht’s mit einer schweisstreibenden Wanderung über die Schlacht von Giornico zum Stück über einen kleinen leventinischen Jungen, welcher der einzige Torschütze beim Fussball bleiben möchte. Es geht um «Sette», um Hermann Hesse und George Harrison und so weiter.

Vergleichbar mit «Klangkanton»

Der musikalische Abend findet mit der «Serenada in minur» einen würdigen und irgendwie logischen Abschluss. Sie beschreibt die Behaglichkeit der Stube, der «stüa» eben. Schöne, offene, italienische Musik.

Das Konzert ist durch den sinfonischen Klang der Band vergleichbar mit der Komposition «Klangkanton», einem Projekt des Theater Uri.

Der Konzertabend ist durchkomponiert, leicht und fröhlich. Die Band strahlt auch eine mediterrane Leichtigkeit aus. Es ist ein Brückenschlag zwischen Uri im Norden der Alpen und dem Tessin im Süden. (pd/eca)

Der Konzertabend mit Marco Santilli findet am Freitag, 9. November, 20 Uhr im Theater Uri in Altdorf statt.

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