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Korporationrat Uri befindet über Tunnel-Projekt

An der Sitzung am 27. September in Altdorfer Rathaus geht es um einen Kredit von 504000 Franken an die 2,8 Millionen Franken teure Erschliessung von Alplen in Unterschächen.
Markus Zwyssig
Im verschütteten Bereich des Felsenwegs soll ein Tunnel gebaut werden. (Bild: Matthias Stadler, Unterschächen, 19. Oktober 2017)

Im verschütteten Bereich des Felsenwegs soll ein Tunnel gebaut werden. (Bild: Matthias Stadler, Unterschächen, 19. Oktober 2017)

Ein Felssturz unterbrach im Herbst 2017 den Felsenweg, der den Oberstafel der Alp Alplen in der Gemeinde Unterschächen erschliesst. Seither ist der Weg aus Sicherheitsgründen für die Alpbewirtschaftung gesperrt. Als Übergangslösung wurde im Jahr 2018 zum Transport der Tiere eine mobile Transportseilbahn erstellt. Es handelt sich dabei jedoch nicht um eine dauerhafte Lösung.

Nach intensiven Abklärungen zur künftigen Bewirtschaftung der Alp und zur Wiederherstellung der Erschliessung entschied die Hirteverwaltung Fiseten-Alplen, an der bisherigen Bewirtschaftungsform festzuhalten und die Felssturzstelle mit dem Bau eines 300 Meter langen Tunnels zu umgehen. Die Kosten werden auf 2,8 Millionen Franken geschätzt. An der Sitzung des Korporationsrats Uri vom 27. September wird über das Projekt der Erschliessung von Alplen befunden. Zudem wird über einen Beitrag von 504000 Franken an die Kosten der Erschliessung entschieden. Der Landrat berät an seiner Session am 2. Oktober über einen Kantonsbeitrag in der Höhe von 564000 Franken.

Zahlreiche Beiträge à fonds perdu erwartet

Die Alp Alplen liegt im hinteren Bisistal auf Gebiet der Gemeinde Unterschächen. Sie ist in einen Unter- und einen Oberstafel aufgeteilt. Das Weidegebiet umfasst 566 Hektaren und erstreckt sich von 1520 auf 2250 Meter über Meer. Bis zum Felssturz im Jahr 2017 wurden auf Alplen durchschnittlich 19 Milchkühe, 230 Stück Jungvieh, 78 Milchziegen und 914 Schafe aufgetrieben. Die Alp bietet während der Alpzeit vier Personen eine Vollzeitbeschäftigung.

Das Bundesamt für Landwirtschaft ist bereit, auf das Projekt zur Erschliessung von Alplen in Unterschächen gestützt auf die landwirtschaftliche Strukturverbesserungsverordnung einzutreten und mit einem Bundesbeitrag von 611000 Franken zu unterstützen. Des Weiteren sind Beiträge à fonds perdu aus dem Bereich Naturgefahren Bund von 157500 Franken sowie von Kanton 112500 Franken zu erwarten. Die Eigenmittel belaufen sich auf 216000 Franken. Dazu kommt ein Investitionskredit des Bundes von 400000 Franken. Die Restkosten von 235000 Franken sind mit Beiträgen Dritter oder Bankdarlehen zu finanzieren.

Tunnelvariante: kurze Bauzeit und tiefe Kosten

Beim Amt für Landwirtschaft hat die Hirteverwaltung die Unterstützung dieser Tunnelvariante beantragt. An ihrer Sitzung vom 8. März 2019 hat die Landwirtschaftskommission das Gesuch behandelt und unterstützt die Tunnelvariante. Im Rahmen einer Variantenstudie wurden verschiedene Wegerschliessungen geprüft. In der Gegenüberstellung der Varianten schneidet die Tunnelvariante am besten ab. «Für sie spricht die kurze Bauzeit die geringen Auswirkungen auf Natur- und Landschaft sowie die tiefsten Unterhaltskosten», heisst es im Bericht und Antrag des Engeren Rats an den Korporationsrat Uri. Die Unterhaltskosten für die folgenden 15Jahre werden bei der Tunnelvariante auf 95000 Franken und bei der günstigsten Wegvariante auf 323000 Franken geschätzt.

Nach Vorliegen der Ergebnisse der Variantenstudie und des Alpkonzepts hat sich die Hirteverwaltung Fiseten-Alplen, für die Beibehaltung der bisherigen Bewirtschaftung und die Tunnelvariante ausgesprochen. Die Korporationsbürgergemeinden Spiringen und Unterschächen haben am 23. Mai 2019 an einer ausserordentlichen Versammlung der Tunnelvariante und einem Planungskredit für die Ausarbeitung des Bauprojektes zugestimmt. Die Hirteverwaltung Fiseten-Alplen plant, das Projekt in den Jahren 2020 bis 2022 zu realisieren.

Für die Prüfung des Geschäfts wurde folgende korporationsrätliche Kommission eingesetzt: Wendelin Loretz, Silenen (Präsident); Robert Gisler, Altdorf; Anton Gisler, Spiringen; Manuela Herger, Bauen; Hermann Herger, Flüelen sowie vom Engeren Rat: Kurt Schuler, Altdorf; Lukas Wyrsch, Attinghausen; Josef Arnold, Unterschächen.

Die Sitzung des Korporationsrats Uri findet am 27. September, 8.30 Uhr, im Rathaus in Altdorf statt.

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