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KORPORATION URI: Fünf der sechs Allmendaufseher machen weiter

Beat Infanger, Attinghausen, hat als Aufseher des Allmendkreises I demissioniert. Am 23. Februar wählt der Korporationsrat seinen Nachfolger. Es geht aber auch um eine Alpteilung und eine Finanzspritze für eine Luftseilbahn.

Auf dem Papier sind die Korporationsalpen Oberalp (4 Älpler; nutzbares Alpgebiet: 150 Hektaren) und Nideralp (2 Älpler; 51 Hektaren) auf Gemeindegebiet von Unterschächen ein einziger Stafel mit einem Stafelvogt und einer Stafelordnung. In der Praxis besteht aber bereits seit mindestens drei Generationen eine faktische Unabhängigkeit. So wurden beispielsweise Alpverbesserungen und die Bewirtschaftung unabhängig voneinander umgesetzt. Auf den Sommer 2018 hin soll nun auch noch die offizielle Trennung in einen eigenständigen Oberstafel Nideralp und einen eingenständigen Oberstafel Oberalp erfolgen – mit unveränderten Weidegebieten, einer eigenen Alpordnung, einem eigenen Stafelvogt und je einer eigenen Schwendgeldabrechnung. Dies beantragt der Engere Rat der Korporation zu Handen der Sitzung des Korporationsrats Uri vom Freitag, 23. Februar.

«Mit dem Beschluss der Stafelgenossenversammlung vom 4. April 2017 haben sich die Älpler zur Teilung entschieden und dies mit ihrer Unterschrift auf dem Gesuch vom 12. Dezember 2017 an die Korporation Uri schriftlich bestätigt», schreibt der Engere Rat in seiner Botschaft. Nachdem sich die Älpler untereinander einig seien, spreche nichts gegen die geplante Aufteilung. Die erwähnten Eckpunkte des Beschlusses sollen ins Rechtsbuch der Korporation Uri aufgenommen werden.

Grosse Investitionen in die Bahninfrastrukturen

Die Luftseilbahn Intschi–Arnisee bildet das Kernstück der touristischen Erschliessung des Arnis. Im Jahr 2020 läuft die eidgenössische Konzession für die Bahn ab. Um eine neue Konzession zu erhalten, sind grosse Investitionen in die Bahninfrastrukturen zu tätigen. Die Steuerung sowie der Antrieb müssen ersetzt werden. Die Kabinen werden erneuert und auf den aktuellen technischen Stand gebracht. Die Tal- und die Bergstation werden den heutigen Brandschutzvorschriften angepasst. Weiter müssen die Stützen sowie deren Verankerungen erneuert werden. Die Luftseilbahngenossenschaft Intschi–Arnisee rechnet mit Gesamtkosten von 1,91 Millionen Franken. Der Engere Rat beantragt dem Korporationsrat, das Vorhaben mit einem Beitrag von acht Prozent respektive knapp 153000 Franken zu unterstützen. Der Kanton hat seinerseits ein zinsloses rückzahlbares Darlehen von 830000 Franken (NRP) sowie einen À-fonds-perdu-Beitrag von 195000 Franken in Aussicht gestellt. Die Finanzierung des Projekts soll zudem über Mittel der Genossenschaft (250000 Franken) sowie über Sponsoren, Gönner und Hypotheken finanziert werden.

An der Sitzung des Korporationsrats Uri vom 23. Februar sind auch Wahlen für die Amtsdauer vom 1. Juni 2018 bis 31. Mai 2020 zu tätigen. Fünf der sechs Allmendaufseher stellen sich erneut zur Wahl: Matthias Baumann, Gurtnellen, für den Kreis I (Göschenen, Wassen, Gurtnellen); Werner Walker, Amsteg, für den Kreis 2 (Silenen, Ersfeld); Josef Schuler, Bürglen, für den Kreis 3 (Bürglen, Schattdorf) Josef Arnold, Unterschächen, für den Kreis 4 (Spiringen, Unterschächen); Karl Marty, Altdorf, für den Kreis 5 (Altdorf, Flüelen, Sisikon). Beat Infanger, Attinghausen, hat als Aufseher des Kreises 6 (Attinghausen, Bauen, Isenthal, Seedorf und Seelisberg) nach zehnjähriger Amtszeit demissioniert. Es entspricht einer gelebten Praxis, dass dem Korporationsrat eine Person aus dem Allmendkreis des zurückgetretenen Allmendaufsehers zur Wahl vorgeschlagen wird. Erneut zur Wahl stellen sich die erste Stimmenzählerin, Korporationsrätin Nathalie Barengo Arnold, Altdorf, und die zweite Stimmenzählerin, Korporationsrätin Claudia Arnold, Bürglen.

Allmendboden für neues Alpgebäude

Schliesslich beantragt der Engere Rat, Klaus Zurfluh-Stadler, Attinghausen, für die Erstellung eines Ersatzneubaus seines Alpgebäudes auf der Alp Nideralp in der Gemeinde Unterschächen rund 210 m2 Allmendboden im Baurecht abzugeben. Zurfluh will eine neue Hütte und einen neuen Stall unter einem Dach und am gleichen Standort wie das bestehende Alpgebäude errichten. Er begründet sein Gesuch damit, dass das bestehende Alpgebäude baufällig sei. Zudem müsse der Alpstall aufgrund der Tierschutzverordnung den Tierschutznormen angepasst respektive vergrössert werden. (bar)

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