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KORPORATION URI: Von zwei Positionen abhängig

2015 war finanziell ein gutes Jahr. Trotzdem hebt Verwalter Kurt Schuler den Mahnfinger – wegen des Klumpenrisikos, das klar ersichtlich ist.
Bruno Arnold
Die Investitionen ins Verwaltungsgebäude in Altdorf fielen bedeutend höher aus als budgetiert. (Bild Anian Heierli)

Die Investitionen ins Verwaltungsgebäude in Altdorf fielen bedeutend höher aus als budgetiert. (Bild Anian Heierli)

Bruno Arnold

Die laufende Rechnung der Korporation Uri schliesst bei einem Ertrag von 5,955 und einem Aufwand von 5,685 Millionen Franken mit Mehreinnahmen von 270 000 Franken ab. Sie fällt damit um rund 7000 Franken besser aus als budgetiert (siehe Tabelle). In der Rechnung berücksichtigt ist die Ausschüttung des budgetierten Korporationsnutzens von 5 Franken pro Bürger. Der Aufwand fiel mit 5,685 Millionen Franken um rund 670 000 Franken höher aus als budgetiert. Diese Abweichung konnte allerdings mit rund 677 000 Franken höheren Einnahmen kompensiert werden. Das Eigenkapital der Korporation Uri weist per Ende 2015 einen Bestand von knapp 16 Millionen Franken auf. «Wir dürfen sicher von einem guten Gesamtergebnis sprechen», so die Beurteilung von Korporationsverwalter Kurt Schuler, Altdorf.

Mehr Geld aus Konzessionen

Das wesentlich bessere Rechnungsergebnis der Korporation Uri wird vor allem mit höheren Erträgen aus Konzessionen (+240 000 Franken) und Liegenschaftserträgen des Verwaltungsvermögens (+15 100 Franken) begründet. Es ist aber auch auf höhere Benützungsgebühren (+20 000 Franken), Rückerstattungen (+104 100 Franken) und Beiträge des Bundes (+19 000 Franken) zurückzuführen.

Die deutlich angestiegenen Ausgaben hängen vor allem mit dem baulichen Liegenschaftsunterhalt zusammen. 2015 hat die Korporation Uri rund 500 000 Franken in das Verwaltungsgebäude an der Gotthardstrasse 3 in Altdorf investiert. «Zum Zeitpunkt der Budgetierung sind wir noch von einer schlichten Sa­nierung der Arztpraxis mit Kosten von rund 50 000 Franken ausgegangen», erklärt Schuler die Abweichung. «Nachdem die Eröffnung einer Gemeinschaftspraxis im Korporationsgebäude spruchreif geworden war, haben der Engere und der Grosse Rat aber eine Komplettsanierung mit Kosten von rund 663 000 Franken beschlossen.» Unter anderem wurden neue Nasszellen eingebaut und der Eingangsbereich umgestaltet. Dank des Einbaus eines Lifts soll das Gebäude zudem rollstuhlgängig werden. Darüber hinaus wurden zusätzliche Parkplätze erstellt. Die neue Gemeinschaftspraxis hat ihren Betrieb am 11. Januar 2016 aufnehmen können.

Ausgabenwirksam waren auch die mit 219 000 Franken (Budget: 47 000.–) wesentlich höheren Einlagen in die Spezialfinanzierungen sowie die mit 292 000 Franken (183 000.–) deutlich höheren Abschreibungen.

«Die Erträge aus Regalien und Konzessionen bilden nach wie vor das Rückgrat der Korporationsfinanzen und stellen die wichtigsten Ertragspositionen dar», betont Schuler. Insgesamt beliefen sich diese Einnahmen auf 3,147 (Vorjahr: 2,722) Millionen Franken. Aus Vermögenserträgen inklusive Einnahmen aus der Verwaltung der Liegenschaften resultierte ein Ertrag von 1,823 Millionen Franken (2,022 Mio.). «Diese beiden Zahlen zeigen die grosse Abhän­gig­keit der Korporationsfinanzen von den zwei wesentlichen Ertragspositionen auf», betont Schuler. «Die Konzessions- und Vermögenserträge machen insgesamt nicht weniger als 83,46 Prozent unserer Einnahmen aus», sagt der Verwalter der Kor­poration Uri. «Eine Senkung der Wasserzinsen, wie sie im Parlament in Bern bereits thematisiert wurde, hätte für die Korporation Uri massive und nicht kompensierbare finanzielle Auswirkungen», gibt Schuler im Zusammenhang mit dieser – einem Klumpenrisiko ähnlich erscheinenden – Situation zu bedenken. Eine deutliche Steigerung gegenüber dem Budget konnte aber nicht nur bei den Wasserzinsen, sondern auch bei den Gebühren und Dienstleistungen verzeichnet werden. Hier lagen die Erträge um 145 000 Franken über den Werten des Budgets. Aus den Fonds der Korporation Uri wurde ein Betrag von total 216 000 Franken entnommen. Dabei bildeten die Entnahmen für die Stromversorgung auf dem Urnerboden (94 000 Franken) sowie die Entnahmen aus dem Fonds Standel (82 000 Franken) die grössten Positionen.

Käserei macht Differenz aus

«Die von der Korporation Uri gewährten Beiträge konnten nicht mehr ganz an die hohen Werte der Vorjahre anknüpfen, bewegen sich aber auch im Berichtsjahr auf einem hohen Niveau», sagt Schuler. Insgesamt wurden Beiträge in der Höhe von rund 1,747 Millionen ausbezahlt (Kanton: 614 000 Franken; Gemeinden und Gemeindeverbände: 233 000 Franken; private Institutionen: 736 000 Franken; private Haushalte: 164 000 Franken). 2014 waren es noch 472 000 Franken mehr ge­wesen. Allein 492 000 Franken weniger flossen 2015 an private Institutionen. «Mit den 736 000 Franken bewegen wir uns aber wieder in der Grössenordnung früherer Jahre», betont Schuler. «Der grosse Unterschied zu 2014 ergibt sich daraus, dass 2015 keine Beiträge an die Alpkäserei auf dem Urnerboden mehr geflossen sind.»

Bild: Tabelle Neue LZ

Bild: Tabelle Neue LZ

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