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KORPORATION URI: Weniger Geld für Schwendarbeit

An der Korporationsgemeinde vom 7. Mai stellt sich die bisherige Spitze der Korporation Uri zur Wiederwahl. Ausserdem kommt eine Gesetzesänderung bezüglich Schwendarbeit zur Abstimmung.
Gewisse Arbeiten von Älplern sollen in Zukunft nicht mehr finanziell entschädigt werden. (Bild: PD)

Gewisse Arbeiten von Älplern sollen in Zukunft nicht mehr finanziell entschädigt werden. (Bild: PD)

Alle zwei Jahre findet auf dem Unterlehn in Altdorf die tradi­tionelle Korporationsgemeinde statt. Am Sonntag, 7. Mai, können die Stimmberechtigten der Korporation Uri über zwei Geschäfte befinden.

Das erste Traktandum widmet sich laut einer Mitteilung der Korporation Uri den Wahlen für die zweijährige Amtsdauer der Korporationsspitze. Sowohl der bisherige Präsident Rolf Infanger, Silenen, wie auch Vizepräsident Peter Ziegler, Flüelen, befinden sich im Austritt. Beide stellen sich für die kommenden zwei Jahre wieder zur Verfügung. Ebenfalls im Austritt befindet sich Korporationsverwalter Kurt Schuler, Altdorf. Auch er steht für eine weitere Legislaturperiode bereit. Der Korporationsrat Uri beantragt den Bürgern der Korporation Uri die bisher bewährten Kräfte für weitere zwei Jahre im Amt zu bestätigen.

Gesetz den aktuellen Umständen anpassen

Neben den Bestätigungswahlen müssen sich die Korporationsbürger auch mit einer Gesetzesanpassung auseinandersetzen. Der Korporationsrat beantragt den Artikel 10 des Gesetzes über die Bodenverbesserung auf Allmendgebiet den aktuellen Umständen anzupassen. Dabei geht es um die finanzielle Entschädigung für Arbeiten zur Bodenverbesserung auf Korporationsgrund. Diese wird laut der Mitteilung ausbezahlt, wenn die Älpler im Frühjahr die der Korporation Uri gehörenden Alpen von Steinen, Schutt und schädlichen Pflanzen befreien oder dafür sorgen, dass die Weideflächen nicht versumpfen. Im Volksmund wird diese Tätigkeit auch Schönen genannt.

Die Nutzniesser der Urner Alpen, also die Älpler, sind gemäss der Korporation Uri per Gesetz zu einer Zahlung von sogenanntem Schwendgeld sowie zu drei Stunden Arbeit pro Grossvieheinheit (GVE) verpflichtet. Ein Beispiel: Wenn ein Bauer zehn Milchkühe (=10 GVE) auf der Alp sömmert, muss er unentgeltlich 30 Arbeitsstunden für die Bodenverbesserung aufwen­- den und insgesamt 20 Franken Schwendgeld bezahlen. Leistet er mehr als 30 Arbeitsstunden, wird er von der Korporation Uri mit einem Beitrag von 15 Franken pro zusätzliche Arbeitsstunde entschädigt. In den vergangenen fünf Jahren hat die Korporation durchschnittlich 180000 Franken pro Jahr dafür aufgewendet.

Bisher sei nicht unterschieden worden, ob die Älpler Zäune reparierten, Viehtränken aufstellten oder Alpwege verbesserten. Da ein Teil dieser Arbeiten jedoch im Eigeninteresse der Älpler liege oder durch den Sömmerungsbeitrag des Bundes seit November 2007 direkt abgegolten wird, beantragt der Korporationsrat Uri nun eine Änderung des Artikels 10. Neu sollen Unterhaltsarbeiten an Brunnen und Tränkeanlagen sowie der Unterhalt und das Neuerstellen von Zäunen an gefährlichen Stellen nicht mehr zu den Pflichtstunden hinzugezählt werden. Somit zählen Arbeiten an der Infrastruktur künftig nicht als Schwendarbeiten und werden darum auch nicht finanziell abgegolten.

Materiell soll sich wenig ändern

Der Korporationsrat will dadurch eine Gleichbehandlung aller Älpler auf Korporationsgebiet erreichen. Materiell soll sich für die Älpler wenig ändern. Falls – beispielsweise durch eine Lawine – ein grösserer Schaden an der Infrastruktur entstehen sollte, ist die Wiederinstandsetzung oder die Neuerstellung nach wie vor subventionsberechtigt. Ausserdem sind die üblichen jährlich wiederkehrenden Arbeiten durch einen Zehntel der Sömmerungsbeiträge des Bundes abgedeckt. (red)

Hinweis

Die detaillierten Vorlagen zu den Sachgeschäften liegen auf der Korporationsverwaltung auf oder können von der Website www.korporation.ch heruntergeladen werden.

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