Korporationsrat Uri
Kunsteisbahn soll mit 200'000 Franken unterstützt werden

Zwei finanzielle Beiträge und mehrere Wahlen prägen die Sitzung des Korporationsrats Uri.

Markus Zwyssig
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So soll die Kunsteisbahn auf dem Holzboden in Spiringen letztlich aussehen.

So soll die Kunsteisbahn auf dem Holzboden in Spiringen letztlich aussehen.

Visualisierung: PD

Der Korporationsrat Uri tagt am Freitag, 18. Juni, erstmals wieder im Rathaus in Altdorf. Dies, nachdem die Sitzungen aufgrund der Coronapandemie im Uristiersaal stattgefunden hatten. «Der Korporationsrat ist nur halb so gross wie der Landrat», sagt Kurt Schuler, Präsident der Korporation Uri, auf Anfrage. «Wir können die erforderlichen Schutzmassnahmen einhalten. Zudem werden wir nur jeden zweiten Sitz im Saal besetzen.»

Zu Beginn der Sitzung wird Beat Tresch, Silenen, neu als Mitglied vereidigt. Ein Sitz war vakant, nachdem Wendelin Loretz als Vizepräsident der Korporation Uri gewählt worden war. Wechsel gibt es zudem in drei Kommissionen. Aus den Reihen des Korporationsrats werden an der Sitzung neue Mitglieder vorgeschlagen. Auf Vorschlag des Engeren Rats soll die Rechnungsprüfungskommission neu von Oliver Indergand präsidiert werden. Bisher hatte das Amt Wendelin Loretz inne. Für den zurückgetretenen Präsidenten der Korporation Uri, Rolf Infanger, wird Wendelin Loretz, Vizepräsident der Korporation Uri, zur Wahl als Präsident der Energiekommission sowie in die Reussdeltakommission nominiert.

Korporationspräsident Kurt Schuler bleibt innerhalb des Engeren Rats für die Weiden zuständig. Vizepräsident Wendelin Loretz übernimmt die Waldungen.

4-Millionen-Projekt auf dem Holzboden in Spiringen soll unterstützt werden

Der Korporationsrat Uri entscheidet über einen Beitrag von 200'000 Franken an die Kunsteisbahn Holzboden in Spiringen. Beim Projekt wird mit Gesamtkosten von fast vier Millionen Franken gerechnet. Neben einer Kunsteisbahn im Winter soll mit dem Projekt auch eine multifunktionale Sommer-Sportanlage entstehen, welche von der Schule Schächental sowie von Sportvereinen des Kantons Uri genutzt werden kann. Kurt Schuler betont, dass es sich um eine grosse Unterstützung von Seiten der Korporation für ein nicht landwirtschaftliches Projekt handle. «Dieses ist aber für Spiringen von entscheidender Bedeutung, insbesondere zur Förderung der Standortattraktivität und zur Erweiterung des Tourismusangebots.»

Mit der Unterstützung von Kanton, mit Geldern von der Neuen Regionalpolitik des Bundes sowie von Swisslos sollen 2,425 Millionen Franken fliessen. Von Gemeinden, Berghilfe und Korporation Uri werden 300'000 Franken erwartet. Stiftungen sollen 250'000 Franken und Sponsoren 256'000 Franken beitragen. Das Genossenschaftskapital soll mit 1800 Anteilscheinen à 250 Franken 450'000 Franken betragen. Eigenleistungen und Crowdfunding sollen sich auf etwas mehr als 300'000 Franken belaufen.

Die Luftseilbahn Witerschwanden-Eggenbergli in der Gemeinde Spiringen soll umfassend saniert werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf fast eine Million Franken. Dem Korporationsrat Uri wird das Projekt der Seilbahngenossenschaft Schattenhalb zur Genehmigung unterbreitet. Zudem soll er einen Beitrag von maximal 8 Prozent zusichern, das sind rund 78'900 Franken.

Korporationsbürgerinnen und -bürger profitieren von Ende August bis Mitte Oktober von einer Gratis-Retourfahrt aufs Brüsti.

Korporationsbürgerinnen und -bürger profitieren von Ende August bis Mitte Oktober von einer Gratis-Retourfahrt aufs Brüsti.

Bild: Corinne Glanzmann (Attinghausen, 10. Juli 2018)

Der Korporationsrat entscheidet weiter über den Verkauf von 143 Quadratmetern Allmendboden. Die Dorfbrunnengenossenschaft Bürglen benötigt diese Fläche für die Erweiterung des Reservoirs Schrannen.

Bürgeraktion führt aufs Brüsti

Die erste Bürgeraktion im vergangenen Herbst rund um die Luftseilbahnen des Schächentaler Höhenwegs war ein voller Erfolg. Daran will die Korporation Uri im Jahr 2021 anknüpfen. Die zweite Bürgeraktion soll möglichst vielen Korporationsbürgerinnen und –bürgern das Brüsti- und Surenengebiet näherbringen. Korporationsverwalter Lukas Wyrsch hat mit der Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG ein Angebot für die Bürgeraktion 2021 eingeholt, wie es in den Unterlagen zur Sitzung des Korporationsrats Uri heisst. Das Angebot beinhaltet eine Berg- und Talfahrt und ein Getränk im Berggasthaus Brüsti oder im Restaurant Alp Catrina. Die Aktion findet vom 28. August bis 17. Oktober statt.

Das Angebot kann während der Dauer der Aktion unbeschränkt benutzt werden, jedoch nur einmal am Tag. Zwischen den Parteien wurde eine entsprechende Leistungsvereinbarung unterzeichnet. Darin wurde die Entschädigung an die Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti in der Höhe von 60'000 Franken als Kostendach festgesetzt.