Kraftwerk Erstfeldertal ist in Betrieb und soll für 7200 Haushalte CO2-neutralen Strom produzieren

Das Kraftwerk Erstfeldertal produziert jetzt Strom. Seit Donnerstag ist es in Betrieb – gerade rechtzeitig, damit die nationalen Förderbeiträge ans Kraftwerk nicht verfallen.

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(jb)

Nach über 1,5 Jahren Bauzeit ist es so weit: Das Kraftwerk Erstfeldertal hat zum ersten Mal Strom produziert. In der zweiten Novemberwoche wurde die rund einen Kilometer lange Druckleitung zum ersten Mal befüllt und am Donnerstag, 19. November, wurde das Kraftwerk erstmals in Betrieb gesetzt.

Verwaltungsratspräsident Werner Jauch (hintere Reihe links) gratuliert dem Team zur erfolgreichen Inbetriebnahme des KW Erstfeldertal.

Verwaltungsratspräsident Werner Jauch (hintere Reihe links) gratuliert dem Team zur erfolgreichen Inbetriebnahme des KW Erstfeldertal.

Bild: PD

«In zweieinhalb Jahren vom ersten Bewilligungsschritt bis zur Inbetriebnahme ist bei einem Kraftwerk dieser Grössenordnung absolut einmalig», freut sich Werner Jauch, Verwaltungsratspräsident der KW Erstfeldertal AG. Nach Abschluss des Projekts werde deutlich, was alle Beteiligten geleistet hätten, denn die kurze Zeitspanne von der Bewilligung bis zur Fertigstellung sei sehr erfreulich. «Als zusätzliche Herausforderung haben während rund der Hälfte der Bauzeit aufgrund der Coronapandemie erschwerte Baubedingungen geherrscht.»

75 Prozent der Investitionssumme bleiben im Kanton Uri

Die schnelle Fertigstellung war aber auch nötig: «Bis spätestens Ende Dezember 2020 musste das KW Erstfeldertal zum ersten Mal Strom produzieren», sagt Werner Jauch, denn «sonst wären die Beiträge der nationalen Förderung an das Kraftwerk endgültig verfallen und das Projekt gescheitert.»

Am Bau beteiligt waren rund 45 Firmen aus Uri – rund 28 Millionen Franken bleiben gemäss einer Mitteilung der Kraftwerk Erstfeldertal AG als Wertschöpfung im Kanton Uri. Das entspreche rund 75 Prozent der Investitionssumme. «Darüber hinaus generiert das Kraftwerk eine halbe Million Franken Wasserzinsen pro Jahr», erklärt Verwaltungsrat Rolf Müller.

«Wir leisten mit dem neuen Kraftwerk einen weiteren wichtigen Beitrag an die nachhaltige, CO2-freie Energieversorgung des Kantons Uri», ist sich Werner Jauch sicher. Das KW Erstfeldertal produziere erneuerbaren Strom für 7200 Haushalte und reduziere den CO2-Ausstoss gegenüber einem Kohlekraftwerk um 40'000 Tonnen jährlich.