Kraftwerk Göschenen produziert überdurchschnittlich viel Strom

Die Kraftwerk Göschenen AG (KWG) hat im vergangenen Geschäftsjahr deutlich mehr Strom produziert als in den Vorjahren. Hohe Schmelzwasserzuflüsse und üppige Regenfälle waren die Hauptgründe dafür.

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Die Kraftwerk Göschenen AG hat im vergangenen Geschäftsjahr deutlich mehr Strom produziert als in den Vorjahren. Auf dem Bild der Damm vom Göscheneralp-Stausee.

Die Kraftwerk Göschenen AG hat im vergangenen Geschäftsjahr deutlich mehr Strom produziert als in den Vorjahren. Auf dem Bild der Damm vom Göscheneralp-Stausee.

Bild: PD

(rem) Die Kraftwerk Göschenen AG hat im vergangenen Geschäftsjahr 2018/19 rund 450 Millionen kWh Strom produziert. Das sind fünf Prozent mehr als im langjährigen Mittel. Zwar waren die Zuflüsse in den Stausee im Winterhalbjahr auf der Göscheneralp wie auch bei den Laufwasserkraftwerken an der Reuss unterdurchschnittlich. Doch die Schneemengen in den Bergen waren beträchtlich. So führte die Schneeschmelze in Kombination mit üppigen Regenfällen während dem Sommerhalbjahr zu einer hohen Stromproduktion, wie die KWG mitteilt.

Aufgrund der intensiven Schmelzwasserzuflüsse wurde ab Mitte Juni bis Mitte August die Produktion überproportional gesteigert, um den Seestand innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte halten zu können. Knapp zwei Drittel des produzierten Stroms entfielen aufs Sommerhalbjahr.

An der virtuellen Generalversammlung Ende März wurden Reto Sahli für die SBB und Lukas Wyrsch für die Korporation Uri neu in den Verwaltungsrat gewählt. Sie folgen auf Georg Radon (SBB) und Peter Ziegler (Korporation Uri), welche aus dem Verwaltungsrat zurückgetreten sind.

Neues Kraftwerk bei Andermatt Betrieb genommen

Herausfordernd verlief der Bau des neuen Dotierkraftwerkes im Urnerloch bei Andermatt. Der lange Winter, viel Schmelzwasser und mehrere Hochwasser erforderten viel Flexibilität und Ausdauer bei den Bauarbeiten direkt im Flussbett. Das kleine Kraftwerk nutzt Restwasser aus der Wasserfassung Urnerloch direkt unterhalb von Andermatt, welches bisher ungenutzt in die Reuss abgegeben wurde. Es produziert ökologischen Strom für rund 100 Haushalte. Die KWG investierte 1,5 Millionen Franken ins neue Kraftwerk.

Das KWG bezahlte im vergangenen Geschäftsjahr rund 6,5 Millionen Franken Wasserzinsen und Kapitalsteuern sowie 0,6 Millionen Franken Ertragssteuern an die öffentliche Hand. 9,1 Millionen Franken respektive 71 Prozent der Wertschöpfung verbleiben im Kanton Uri.

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