Kraftwerk Schächental mit überdurchschnittlicher Stromproduktion

Die Urner Kraftwerk Schächental AG hat im Geschäftsjahr 2018/2019 überdurchschnittlich viel Strom produziert. Die gewonnene Energie konnte aber nicht kostendeckend verkauft werden.

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Der Verwaltungsrat der KW Schächental AG (von links): Remo Burgener, Thomas Arnold, Werner Jauch, Hans Herger.

Der Verwaltungsrat der KW Schächental AG (von links): Remo Burgener, Thomas Arnold, Werner Jauch, Hans Herger.

Bild: PD

Das Kraftwerk Schächental teilte am Freitag mit, dass die Produktion im letzten Geschäftsjahr 8,5 Millionen Kilowattstunden (kWh) betragen habe. Dies sei mehr als das langjährige Mittel, das bei 7,8 Millionen kWh liege.

Als Grund für die hohe Produktion nannte das Kraftwerk Schächental in der Mitteilung das für die Stromgewinnung günstige Wetter und die hohe Verfügbarkeit der Anlage, die bei 99 Prozent gelegen habe. Der produzierte Strom reichte nach Angaben für die Versorgung von rund 2000 Haushalten.

Nähere Angaben zur Jahresrechnung machte das Kraftwerk Schächental in der Mitteilung nicht. Es teilte aber mit, dass aufgrund des tiefen Strompreises der am Markt erzielte Erlös für den Strom nicht gereicht habe, um die Produktionskosten zu decken. Die Jahresrechnung sei deswegen von der Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA) ausgeglichen worden.

Das EWA ist mit einem Anteil von 56 Prozent Mehrheitsaktionärin des Elektrizitätswerks Schächental. Je 22 Prozent halten die beiden Gemeinden Spiringen und Unterschächen. Das Kraftwerk Schächental leistete im letzten Jahr fast 40'000 Franken Beiträge an die öffentliche Hand in Form von Wasserzinsen, Steuern und Dividenden.

Die Kraftwerk Schächental AG nutzt zur Stromgewinnung vier Seitenbäche im hinteren Schächental. In einer 1165 Meter langen Druckleitung mit einem Gefälle von 377 Metern wird das Wasser zur Kraftwerkzentrale in Unterschächen hinunter geleitet.