KRANKHEIT: Uri schliesst Schulen wegen Schweinegrippe

Seit vergangenem Freitag sind insgesamt 33 Schüler der Schule Silenen mit Grippesymptomen erkrankt. Eine «rasche und grossflächige» Weiterverbreitung wird als wahrscheinlich erachtet.

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Seit vergangenem Freitag sind insgesamt 33 Schüler der Schule Silenen mit Grippesymptomen erkrankt. Ein Schulkind musste inzwischen mit hohem Fieber hospitalisiert werden. Ein Labortest hat die pandemische Schweinegrippe (H1N1) bestätigt, wie die Gesundheits-, Sozial und Umweltdirektion mitteilt.

Weitere Schliessungen möglich
Die zuständigen Behörden haben am Montagabend die Oberstufenschule in Silenen und am frühen Dienstagmorgen den Kindergarten in Bristen per sofort bis Ende der laufenden Woche geschlossen. Ob auch die Primarschule in den Dörfern Silenen, Amsteg und Bristen geschlossen werden muss, hängt von weiteren Labortests ab und wird in den nächsten Stunden entschieden. Damit haben der Urner Kantonsarzt, der Schulrat Silenen und die Bildungsdirektion Uri auf die zahlreichen Grippe-Erkrankungen reagiert. Mit der Schulschliessung soll die weitere Verbreitung der Krankheit eingedämmt bzw. verhindert werden.

Weiterverbreitung «wahrscheinlich»
An der Oberstufenschule Silenen werden 83 Schüler aus den drei Dörfern Silenen, Amsteg und Bristen gemeinsam in sechs Klassen unterrichtet. Viele von ihnen benutzen für den Schulweg die öffentlichen Verkehrsmittel, die sie auch mit Schülern der Berufs- und Mittelschule teilen. Eine rasche und grossflächige Verbreitung des Grippe-Virus wäre somit wahrscheinlich, wie es weiter heisst. Weil auch ein geordneter Schulbetrieb kaum mehr möglich ist und mit Blick auf die in wenigen Tagen beginnenden Herbstferien erachten die Behörden die verfügte Schliessung der Oberstufenschule und des Kindergartens Bristen mit 7 Kindern als adäquate und verhältnismässige Massnahme.

Erkrankte bleiben zu Hause
Noch am Montagabend fand eine Information für Eltern und Lehrpersonen der Oberstufenschüler über die Schulschliessung bis zum Beginn der Herbstferien statt. Eltern erkrankter Kinder wurden angewiesen, auch deren Geschwister nicht zur Schule zu schicken. Die Erkrankten bleiben nun wie bei allen Grippeerkrankungen zu Hause bzw. vermeiden enge soziale Kontakte bis mindestens 24 Stunden nach Abklingen der Symptome. Eine spezielle Behandlung oder ein Arztbesuch ist normalerweise nicht nötig, weil bei den meisten Menschen die Grippe ohne Schwierigkeiten verläuft. Bei schweren Grippesymptomen (Schmerzen beim Atmen, erschwerte Atmung) soll hingegen unverzüglich mit dem Hausarzt oder der Hausärztin telefonisch Kontakt aufgenommen werden. Die Eltern der Schulkinder werden von den Schulbehörden so rasch wie möglich mit ergänzenden Informa-tionen schriftlich bedient.

scd

HINWEIS
Infosite des Bundes zu Schweinegrippe »