Kranz für Urner Landratspräsident Peter Tresch

An der traditionellen «Abendfahrt» in Amsteg haben militärische Gäste, Behördenmitglieder und der Vorstand des Kantonalschützenverbandes Uri teilgenommen.

Paul Gwerder
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Trotz Betreuung durch Theo Imhof (links) verpasste der Erstfelder Gemeinderat Flavian Levy den Kranz. (Bild: Paul Gwerder, Amsteg, 15. Mai 2019)

Trotz Betreuung durch Theo Imhof (links) verpasste der Erstfelder Gemeinderat Flavian Levy den Kranz. (Bild: Paul Gwerder, Amsteg, 15. Mai 2019)

Die Teilnahme am grössten Schützenfest der Welt, dem Eidgenössischen Feldschiessen, ist für viele Urner Schützen immer noch Ehrensache. Jeder darf kostenlos mitmachen. Die Schützenvereine stellen die Leihwaffen plus kompetente Betreuung zur Verfügung.

Als Kick-off für diesen Anlass führt der Kantonalschützenverband Uri (KSVU) jedes Jahr die traditionelle Abendfahrt durch – mit dem 300-m-Schiessen als sportlichen Höhepunkt.

Das Motto: «Mitmachen kommt vor dem Rang»

Der Präsident der SG Amsteg-Erstfeld, Bernhard Walker, erinnerte die Gäste einleitend, dass in früheren Jahren Erstfeld und Amsteg eine eigene Schützengesellschaft hatten. «Weil im Jahr 1992 das letzte Mal in Erstfeld geschossen werden durfte, war man froh, hier Gastrecht geniessen zu dürfen und im Jahr 2009 fusionierten die beiden Schützengesellschaften. Die Zusammenarbeit klappt gut und dieses Jahr hatten wir sogar wieder 21 Jungschützen. Das Problem ist, dass von diesen zu wenige dem Schiesssport treu bleiben», sagte der Präsident.

Theo Imhof (Ressortleiter Feldschiessen beim KSVU) freute sich speziell, dass Amsteg nach 13 Jahren wieder Austragungsort des Kick-off-Anlasses ist, an dem unter anderem Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti, Divisionär Lucas Caduff (Kommandant Territorialregion 3), Kreiskommandant Urs Mock, sowie die beiden Gemeinderäte Yves Lussmann (Silenen) und Flavian Levy (Erstfeld) anwesend waren. Auch der Eidgenössische Schiessoffizier Major René Wild und der Präsident der Urner Schiesskommission Erich Planzer aus Sisikon nahmen teil.

Die Gäste nutzten die Gelegenheit, das Feldschiessen «vorzuschiessen», denn der eigentliche Anlass findet erst am kommenden Wochenende vom 24. bis 26. Mai statt. Theo Imhof hofft auf eine grosse Beteiligung, denn das Motto heisst immer noch: «Mitmachen kommt vor dem Rang!» Das Programm ist zu finden unter www.ksvu.ch.

Das 300-Meter-Schiessprogramm beinhaltet jeweils 18 Schüsse auf die kombinierte Feldscheibe B4. Zuerst müssen sechs Schüsse Einzelfeuer innert sechs Minuten abgegeben werden. Danach werden zweimal drei Schüsse Kurzfeuer in je 60 Sekunden und abschliessend sechs Schüsse Schnellfeuer in 60 Sekunden abgegeben. Am Feldschiessen darf nur mit den Ordonnanzwaffen (Sturmgewehr oder Karabiner) geschossen werden. Standartgewehre (Sportwaffen) sind nicht zulässig.

Die Gäste, von denen viele selten ein Gewehr in der Hand halten, wurden von erfahrenen Schützen betreut. Das beste Resultat schoss Oberleutnant Erich Planzer, Präsident der Urner Schiesskommission, 70 Punkten – nur zwei Punkte unter dem Punktemaximum. Das zweitbeste Ergebnis erzielte überraschend Belinda Gamma vom Pistolenclub Altdorf-Erstfeld mit 64 Treffern.

Landratspräsident im Duell gegen Sicherheitsdirektor

Landratspräsident Peter Tresch war mit seinen 59 Punkten und dem Gewinn des Kranzes mehr als zufrieden. Noch mehr freute er sich insgeheim, dass er Dimitri Moretti im sportlichen Duell schlagen konnte, denn der Sicherheitsdirektor schoss 53 Punkte und verpasste somit den Kranz um 4 Punkte.

Nachdem alle Gäste geschossen hatten, wurden sie von den beiden «Wirtsfrauen» des Schützenbeizli, Karin König und Anita Walker kulinarisch verwöhnt. Danach durfte Theo Imhof bei der Siegerehrung an insgesamt neun von den 15 Schützen den verdienten Kranz überreichen.

Aus der Rangliste

1. Erich Planzer, Sisikon, 70 Punkte; 2. Belinda Gamma, Schattdorf, 64; 3. Paul Gwerder, Erstfeld, 63; 4. Bernhard Baumann, Amsteg, 63; 5. René Wild, Honau, 62; 6. Jürg Janett, Altdorf, 61; 7. Peter Tresch, Göschenen, 59; 8. Petra Jeanneret, Altdorf, 59; 9. Urs Mock, Schattdorf, 59.