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Erstfelder bewilligen Planungskredit für Unterführung

Dank der Zusammenarbeit zwischen der SBB und der Südostbahn (SOB) soll der jetzige Lokführerpersonalbestand in Erstfeld von 23 Mitarbeitern bis ins Jahr 2021 verdoppelt werden.
Paul Gwerder
Eine Personenunterführung nördlich der maroden Bahnunterführung soll mehr Sicherheit für die Fussgänger bringen und die teils chaotische Verkehrssituation entlasten. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 27. März 2019))

Eine Personenunterführung nördlich der maroden Bahnunterführung soll mehr Sicherheit für die Fussgänger bringen und die teils chaotische Verkehrssituation entlasten. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 27. März 2019))

Nur gerade 58 Stimmberechtigte und sieben Gäste nahmen an der Gemeindeversammlung vom vergangenen Mittwoch in Erstfeld teil. Gemeindepräsidentin Pia Tresch-Walker gab einleitend unter anderem Infos zu verschiedenen Geschäften ab. Seit zwei Tagen ist die Anlage des Kleinkaliberschützenstands in Betrieb und die Schützen haben ihren halbjährlichen Schiessbetrieb aufgenommen.

Auch zu Arbeitsplätzen der SBB äusserte sich Tresch-Walker. Dank der partnerschaftlichen Leistungserbringung am Gotthard zwischen der SBB und der SOB soll der heutige Personalbestand in Erstfeld von heute 23 auf 45 Mitarbeiter aufgestockt werden. Mehr Sorgen bereiten dem Gemeinderat die Umstrukturierungen im Erhaltungs- und Interventionszentrum (EIZ). «Es wird demnächst ein Gespräch mit dem Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind und Gewerkschaftsvertretern geben», erklärte sie.

Standort für neues Feuerwehrlokal gesucht

Neben der Erneuerung der Schulanlagen sucht die Kommission einen Standort für ein neues Feuerwehrlokal. Bis zur Abstimmung Ende dieses Jahres oder im nächsten Frühling soll auch klar sein, ob das Kirchmattschulhaus umgenutzt oder verkauft wird.

Auch das Neubauprojekt des Pfadiheims steht in den Startlöchern, worüber am kommenden Mittwoch, 3. April, um 19.30 Uhr im Kasinosaal öffentlich informiert wird.

Nach dem positiven Entscheid des Landrats wurde mit der Projektierung der Sanierung der Kantonsstrasse in Erstfeld inklusive der Erneuerung der Wasser- und Abwasserleitungen sowie der Sicherstellung des Hochwasserschutzes beim Nollen- und Lochertal begonnen. Während der Bauzeit muss der Verkehr während rund eineinhalb Jahren einspurig geführt werden. Zu diesem Projekt wird es eine Orientierung am 7. Mai um 19.30 Uhr im Kasino geben.

Mit der Neuausrichtung der UKB, welche zahlreiche Schliessungen ihrer Zweigstellen und Filialen bekanntgegeben haben, sind die Gemeinden nicht glücklich. Zusammen mit anderen betroffenen Gemeinden ist eine Arbeitsgruppe gebildet worden, welche das Gespräch mit der Bankleitung sucht.

Der Geschäftsführer der Gemeindewerke informierte, dass in diesem Sommer das Grundwasserpumpwerk «Jagdmatt» totalsaniert wird und der offizielle Spatenstich für das Kraftwerk Erstfeldertal am 19. Mai sein wird.

Die Bahnunterführung bei der Schlossbergstrasse befinde sich seit Jahren in einem miserablen Zustand und sei verkehrstechnisch gesehen ein Sicherheitsrisiko. Die SBB planen im Jahr 2021 den Ersatz der Brückenplatte, damit es nicht mehr von den Wänden tropft. Der Gemeinderat möchte im nördlichen Bereich eine Fussgängerunterführung bauen, die schlussendlich etwa 1,5 Millionen Franken kosten wird. Über diesen können die Erstfelder an einer geheimen Abstimmung im Herbst ihre Meinung äussern. Bei diesem Projekt könnte im bestehenden Tunnel das Trottoir abgerissen werden, womit für Personenfahrzeuge ein Kreuzen möglich wäre.

Angst, dass Velofahrer auf der Strecke bleiben

Im Namen der SP äusserte sich Landrätin Sylvia Läubli dazu: «Dieses Projekt überzeugt uns nicht ganz, denn damit bleiben die Velofahrer, von denen es immer mehr gibt, auf der Strecke.» Die Landrätin befürchtet, dass im sanierten, doppelspurigen Tunnel noch schneller gefahren wird, was für Zweiradfahrer gefährlich werde. Zur Personenunterführung meinte sie, dass sich die Menschen in diesem langen «Schlauch» nicht wohlfühlen würden. Bei der Abstimmung über den Planungskredit in der Höhe von 150 000 Franken fassten die Stimmberechtigten ein grossmehrheitliches «Ja».

Mehr Geld für die Wasserversorgung nötig

Verwaltungsratspräsidentin der Gemeindewerke, Karin Gaiser, teilte mit, dass die Wasserversorgung mit 4,7 Millionen Franken massiv verschuldet ist und somit praktisch fremdfinanziert werden muss. «Wir haben das Ziel, dass sich unsere Wasserversorgung wieder selbst finanzieren kann, denn in den nächsten Jahren kommen weitere Investitionen von rund 2,5 Millionen Franken auf uns zu», erklärte Gaiser. «Geplant ist, dass die Gemeinde uns mit einem Dotationskapital von 2 Millionen Franken aushilft, dem die Bürger an der Urne aber zuerst zustimmen müssen.» Um den Eigenfinanzierungsgrad zu erhöhen, müsse man für die nächsten sieben Jahre die Grundgebühr um 150 Franken pro Wohnung erhöhen.

Der neuen Gemeindeordnung sowie dem Verfahren an der Gemeindeversammlung und in den Behörden ist ohne eine Wortmeldung zugestimmt worden. Ebenfalls befürworteten die Erstfelder Stimmbürger eine WC-Anlage beim Kinderspielplatz Jagdmatt in der Höhe von 188 000 Franken.

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