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KRIMINALITÄT: Urner Polizist ist seinen Job los

Im Kanton Uri ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen weiteren Kantonspolizisten, der Polizeiarbeit behindert haben soll. Er war 40 Jahre lang im Dienst – wurde vor mehreren Wochen nun fristlos entlassen.
Polizeiauto der Kantonspolizei Uri. (Symbolbild: Keystone)

Polizeiauto der Kantonspolizei Uri. (Symbolbild: Keystone)

Die Sicherheitsdirektion Uri hat gemäss einer verlässlichen Quelle das Arbeitsverhältnis mit einem seit mehreren Wochen freigestellten Polizisten fristlos aufgelöst. Die von Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti erlassene Verfügung ist noch nicht rechtskräftig. Gegen den kurz vor der Pension stehenden Mann, der seit über 40 Jahren bei der Kantonspolizei Uri tätig ist, wurde bei der Staatsanwaltschaft im September Anzeige erstattet. Dies bestätigte die stellvertretende Oberstaatsanwältin Beatrice Kolvodouris gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Im Raum stehen gemäss Angaben, welche die Generalsekretärin der Sicherheitsdirektion Uri, Alexandra Kälin, machte, mögliche strafbare Handlungen gegen die Rechtspflege, die öffentliche Gewalt und die Amts- und Berufspflicht.

Wollte er Patrouilleneinsatz verhindern?

Gemäss Recherchen soll der zuletzt als Dienstchef-Stellvertreter tätige Polizist versucht haben, eine Patrouille davon abzuhalten, gegen eine Person aus seinem Umfeld einzuschreiten. Diese soll unter Alkoholeinfluss einen Parkschaden verursacht haben.

Im aktuellen Fall handelt es sich bereits um das zweite Verfahren in diesem Jahr gegen einen Mitarbeiter der Kantonspolizei Uri.

Im Februar hatte ebenfalls die Justizdirektion Anzeige gegen einen Kantonspolizisten wegen Betrugs und Urkundenfälschung eingereicht. Der Mann, der eine leitende Funktion inne hatte, aber nicht dem oberen Kader angehörte, soll vor einigen Jahren und 2015 Arbeitsrapporte gefälscht haben. Er hat inzwischen gekündigt.

Der Regierungsrat beauftragte die Zürcher Rechtsanwältin Ofebia Wettstein vom Büro für Administrativuntersuchungen, den Fall rund um die gefälschten Arbeitsrapporte extern zu untersuchen. Das Ergebnis steht noch aus.

Die Urner Regierung bedauerte, dass der Fall im April an die Öffentlichkeit gelangte. Sie verurteile die Amtsgeheimnisverletzung. Das Amt für Kantonspolizei sowie eine Privatperson reichten Strafanzeige gegen Unbekannt ein. (bar/sda)

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