KRIMINALSTATISTIK: Deutlich weniger Straftaten im Kanton Uri

Im Kanton Uri wurden 2015 insgesamt 1010 (Vorjahr 1310) Straftaten registriert. Der Rückgang ist insbesondere auf markant weniger Straftaten (-38 Prozent) im Bereich Strafgesetzbuch zurückzuführen. Der grösste Rückgang ist bei den Einbrücken (-64 Prozent) festzustellen.

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Im Kanton Uri wurden 2015 weniger Einbrüche registriert als im Vorjahr. (gestellte Szene) (Bild: Archiv Neue LZ)

Im Kanton Uri wurden 2015 weniger Einbrüche registriert als im Vorjahr. (gestellte Szene) (Bild: Archiv Neue LZ)

Ebenfalls einen starken Rückgang verzeichnet der Kanton Uri gemäss der am Montag erschienenen Kriminalstatistik 2015 bei den Straftaten gegen die Bundesnebengesetze wie zum Beispiel Tierschutzgesetz, Waffengesetz, Personenbeförderungsgesetz. Diese Zahl reduzierte sich um 21 Prozent auf 59 Straftaten (Vorjahr 75).

Demgegenüber erhöhten sich die Straftaten beim Betäubungsmittelgesetz um 152 Prozent auf 179 Straftaten (Vorjahr 71). Dies ist vor allem auf die Überführung einer grossen Anzahl von Konsumenten im Zusammenhang mit der Aushebung einer Indoor-Anlage zu erklären.

Praktisch unverändert präsentiert sich die Anzahl Straftaten im Bereich des Ausländergesetzes mit 132 Anzeigen (Vorjahr 133).

Erfreulich ist, dass die Aufklärungsquoten in fast allen Bereichen gehalten oder erhöht werden konnten.

Deutlich weniger Gewaltdelikte

Im vergangenen Jahr ereignete sich im Kanton Uri weder ein versuchtes noch ein vollendetes Tötungsdelikt (Vorjahr 1 vollendetes). Erfreulicherweise musste auch keine schwere Körperverletzung zur Anzeige gebracht werden (Vorjahr 4). Zurück gegangen sind auch die Zahlen bei den leichten Körperverletzungen auf aktuell 17 (Vorjahr 30) . Die im Jahre 2015 verzeichneten Straftaten gegen Leib und Leben liegen leicht unter dem langjährigen Mittel.

Die Straftaten gegen das Vermögen gingen von 721 auf 427 zurück. Dies entspricht einem Rückgang um 41 Prozent. Der Trend der Vorjahre hat sich bei den Einbruchsdiebstählen fortgesetzt, welche sich um 64 Prozent auf 45 Delikte reduzierten. In 23 Fällen wurde in ein Ein - oder Mehrfamilienhaus und in 22 Fällen in eine Gewerbelokalität eingebrochen. Beim allgemeinen Diebstahl sanken die Zahlen um 30 Prozent auf 67 Tatbestände (Vorjahr 96).

Massiv reduziert haben sich die polizeilich angezeigten Sachbeschädigungen. Nachdem in der Vorperiode noch eine hohe Zunahme verzeichnet wurde, sank die Zahl auf nun mehr 64 Tatbestände (Vorjahr 130).

Erfreulich ist der anhaltende Trend bei den Fahrzeugdiebstählen. Insbesondere die polizeilich registrierten Velodiebstähle sinken seit Jahren kontinuierlich. So gelangten im vergangenen Jahr noch 84 (Vorjahr 107) Velodiebstähle zur Anzeige.

Der zahlenmässige Rückgang bei Straftaten gegen die Freiheit auf 97 Tatbestände (Vorjahr 173) lässt sich mit dem Rückgang der verzeichnete n Einbruchdiebstähle erklären. Beim Einbruchdiebstahl wird nämlich regelmässig der Tatbestand des Hausfriedensbruchs erfüllt. Der Rückgang beträgt 44 Prozent.

Die Zahl der Delikte gegen die sexuelle Integrität ist von 9 auf 15 angestiegen. Im Einzelnen handelt es sich da bei um fünf Straftaten wegen sexuellen Handlungen mit Kindern, bei drei Straftaten um sexuelle Nötigungen, bei vier Straftaten um Exhibitionismus und bei drei Straftaten um verbotene Pornografie.

Insgesamt gelangten bei der Kantonspolizei Uri bei Interventionen wegen häuslicher Gewalt 30 Verletzungen von Straftatbeständen zur Anzeige (Vorjahr 24).

pd/zim

HINWEIS
Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 des Kantons Uri.