KRIMINALSTATISTIK: Deutlicher Anstieg der Straftaten im Kanton Uri

Die Zahl der Straftaten im Kanton Uri ist 2012 gegenüber den beiden Vorjahren deutlich angestiegen. Insgesamt erfasste die Kantonspolizei Uri 1392 Straftaten – das sind 24 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Ein Einbrecher versucht eine Türschloss auszuhebeln (gestellte Szene). (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Ein Einbrecher versucht eine Türschloss auszuhebeln (gestellte Szene). (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Dieser Anstieg sei vor allem auf die Zunahme bei Diebstählen und Einbruchdiebstählen zurückzuführen,heisst es in der Medienmitteilung der Kantonspolizei Uri vom Montag zur Kriminalstatistik 2012. Die Zahl der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch erhöhte sich um 27 Prozent und die der Straftaten gegen das Ausländergesetz um 10 Prozent. Rückläufig waren die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Sie nahmen um 3 Prozent ab.

Nachdem die Kantonspolizei Uri 2011 weder ein vollendetes noch ein versuchtes Tötungsdelikt verzeichnen musste, ereigneten sich 2012 zwei versuchte Tötungsdelikte mit insgesamt drei Straftaten. Zudem musste ein Delikt wegen schwerer Körperverletzung rapportiert werden.

Die Zahl der Straftaten gegen Leib und Leben erhöhte sich von 38 auf 44 (+16 Prozent), wobei der Durchschnitt der letzten vier Jahre von 49 Straftaten nicht erreicht wurde.

Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr eine markante Zunahme von Straftaten gegen das Vermögen. Die Vermögensdelikte nahmen gegenüber dem Vorjahr von 707 auf 885 zu. Dies entspricht einer Steigerung von 25 Prozent.

Seit Einführung der Schweizerischen Kriminalstatistik 2008 musste im vergangenen Jahr die höchste Anzahl an Einbruchdiebstählen verzeichnet werden. Im Monatsvergleich wurden in den drei Monaten September bis November doppelt so viele Einbruchdiebstähle verübt wie in den restlichen acht Monaten zusammen. Dies sei auf eine Einbruchswelle zurückzuführen, heisst es.

sda