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KRIMINALSTATISTIK: Sexuelle Übergriffe: Ein Fall lässt die Urner Statistik explodieren

Die Zahl der sexuellen Übergriffe hat sich von 2016 auf 2017 von 5 auf 34 Delikte erhöht. Dies vor allem wegen eines Falls, bei dem ein Jugendlicher gleich diverse strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität begangen hat.
Die Kantonspolizei Uri wurde im vergangenen Jahr wegen 1048 Delikten aufgeboten. (Bild: Matthias Stadler)

Die Kantonspolizei Uri wurde im vergangenen Jahr wegen 1048 Delikten aufgeboten. (Bild: Matthias Stadler)

Im Jahr 2017 wurden im Kanton Uri 1048 Delikte verzeichnet. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 121 Straftaten (+11.5 Prozent), teilte die Kantonspolizei Uri mit.

Es gab wiederum kein Tötungsdelikt in Uri. Gleich wie im Vorjahr war eine vorsätzliche schwere Körperverletzung zu verzeichnen.

Die Gesamtzahl der Gewalt-Straftaten reduzierte sich um 19 Prozent auf 77 Straftaten (95). Erwähnenswert ist, dass sich die Straftaten wegen Drohung und Gewalt gegen Beamte von einem Höchststand von 13 im Vorjahr auf 3 reduzierten.

Ausschlag bei Straftaten gegen die sexuelle Integrität

Die Zahl der Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität hat von 5 auf 34 Delikte zugenommen. Der Grund: Die Erhöhung erklärt sich laut der Polizei vorwiegend aus einem Fall, bei welchem einem Jugendlichen diverse strafbare Handlungen und sexuelle Nötigungen mit Kindern in seinem Beziehungsumfeld vorgeworfen wurden. Im Weiteren wurden 9 Fälle wegen Pornografie, 2 Fälle wegen Exhibitionismus und ein Fall wegen Vergewaltigung im Beziehungsumfeld bearbeitet.

14 Mal musste die Polizei 2017 wegen häuslicher Gewalt ausrücken (2016: 12 Fälle).

Die Delikte gegen das Vermögen sind angestiegen. So wurden 544 Straftaten (430) verzeichnet (+ 27 Prozent). Die Zunahme sei darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2017 eine Serie mit zwei jugendlichen Haupttätern mit rund 60 Straftaten, vorwiegend wegen Sachbeschädigungen und Einbruchdiebstählen, der Justiz überwiesen werden konnte.

Die Anzahl Einbruchdiebstähle im Kanton Uri ist mit 54 Fällen vergleichbar mit dem Vorjahr (53). Es gab ferner 24 Einschleichdiebstähle (gleich) und 29 Ladendiebstähle zu verzeichnen (+21 Prozent).

Der zahlenmässige Anstieg bei Straftaten gegen die Freiheit auf 132 Delikte resultiert aus einer Zunahme auf 29 Drohungen (16) und 15 Hausfriedensbrüchen ohne Diebstahl (6).

Mehr Suizide mit Sterbehilfe-Organisation

16 Unfälle wurden im vergangenen Jahr polizeilich rapportiert (ohne Verkehrsunfälle). Bei diesen verletzten sich 9 Personen tödlich (5). 11 Mal (9) rapportierte die Kantonspolizei Uri aussergewöhnliche Todesfälle, zu denen sie aufgeboten wurde und bei denen die ärztliche Inspektion eine natürliche Todesursache ergab.

10 weitere Todesfälle (5) wurden als Suizid rapportiert. 3 Suizide (2) erfolgten mit Hilfe einer Sterbehilfeorganisation. 4 Personen wurden im vergangenen Jahr als vermisst gemeldet, und es wurden polizeiliche Ermittlungen eingeleitet.

2017 wurden von der Kantonspolizei 56 Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz registriert (107). Rund die Hälfte wurde im Ordnungsbussverfahren geahndet. Der Rückgang der Anzeigen ist damit erklärbar, dass vergangenes Jahr kein grösseres Ermittlungsverfahren in Uri durchgeführt werden musste.

pd/mbe

Die Straftaten im Kanton Uri 2017 auf einen Blick. (Bild: Kantonspolizei Uri)

Die Straftaten im Kanton Uri 2017 auf einen Blick. (Bild: Kantonspolizei Uri)

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